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Christian Wulff muss vor Gericht

Selten hat ein Politiker so einen Absturz erlebt wie Christian Wulff von der CDU. Der ehemalige Bundespräsident hat sich in seiner Zeit als Ministerpräsident von Niedersachsen den ein oder anderen Faux pas erlaubt und hörte damit auch als Präsident der Bundesrepublik Deutschland nicht auf. Ihm wurde gar Bestechlichkeit vorgeworfen.

Nun hat das Landgericht Hannover entschieden, dass eine Anklage gegen Wulff zugelassen wird. Das ehemalige Staatsoberhaupt muss sich also bald vor Gericht verantworten. Am 1. November soll der Prozess in Hannover beginnen. Dabei hätte Wulff auch ohne Verhandlung aus der Sache rauskommen können.

Bestechung und Bestechlichkeit warf die Staatsanwaltschaft dem ehemaligen Politiker vor. Es geht dabei um Hotelrechnungen, die er sich von dem Filmfinanzier David Groenewold bezahlen ließ. Im Gegenzug bat Christian Wulff auf offiziellem niedersächsischem Amtspapier um Geld für die Projekte Groenewolds. Für die Staatsanwaltschaft war dies eine strafbare Handlung.

Doch das Gericht um Richter Frank Rosenow schränkte die Vorwürfe immer weiter ein. Es geht jetzt nur noch um die bezahlte Hotelrechnung im Bayerischen Hof während des Oktoberfestes 2008. Wulff und Groenewold wurde angeboten, das Verfahren gegen Geldauflage einstellen zu lassen. Doch die beiden lehnten ab, weil sie sich für komplett unschuldig halten. Dann müssen sie eben ab dem 1. November vor Gericht.

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