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Christian Wulff – Unser neuer Bundespräsident

Christian Wulff ist der zehnte Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland. Doch wer ist der Mensch hinter dem höchsten politischen Amt des Landes? Wir stellen Christian Wulff vor und geben einen Einblick in sein bisheriges Leben. Seine Biographie ist allerdings nicht nur von politischen Siegen und Erfolgen geprägt.

Am 19. Juni 1959 wurde Christian Wulff in Osnabrück geboren. Als er zwei Jahre alt war, trennten sich seine Eltern. Auch der Stiefvater verließ die Familie, als Christian Wulff ein Teenager war. Als 16-Jähriger übernahm er die Pflege der an Multiple Sklerose erkrankten Mutter. Außerdem half er bei der Erziehung seiner jüngeren Schwester. Nach dem Abitur an einem Gaymnsium in Osnabrück widmete sich Wulff dem Studium der Rechtswissenschaft an der Universität Osnabrück. 1990 machte er seinen Abschluss und arbeitete anschließend in einer Anwaltskanzlei in Osnabrück.

Privat lebt Christian Wulff mit seiner zweiten Ehefrau Bettina Wulff, geb. Körner und dem gemeinsamen 2008 geborenen Sohn sowie dem Sohn von Bettina Wolff aus einer früheren Beziehung zusammen. Von seiner ersten Ehefrau Christiane Wulff ließ er sich 2007 scheiden. Die beiden heirateten 1988 und haben eine gemeinsame Tochter.

Schon früh engagierte sich Christian Wulff für die Belanger der CDU. Als 16-Jähriger trat er 1975 bei den Christdemokraten bei und übernahm von 1978 bis 1980 den Bundesvorsitz der Schüler-CDU. Bei der Jungen Union war er ebenfalls tätig. Von 1979 bis1983 gehörte er deren Bundesvorstand an. Anchließend war er von 1983 bis 1985 Landesvorsitzender der JU Niedersachsen. Während seiner Zeit bei der Jungen Union bereitete er schon seine politische Karriere in der CDU vor. Ab 1984 war er Mitglied des Landesvorstandes der Christdemokraten in Niedersachsen, von 1994 bis 2008 sogar deren Landesvorsitzender.

Zunächst war Wulff in der Kommunalpolitik tätig. Ab 1986 gehörte der jetzige Bundespräsident dem Rat der Stadt Osnabrück an. 2001 legte er das Amt des Ratsherren nieder. Im niedersächsischen Landtag saß Christian Wulff von 1994 bis 2010. Außerdem war er noch von 1994 bis 2003 der Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion.

Drei Anläufe brauchte der 51-Jährige, um Ministerpräsident in Niedersachsen zu werden. 1994 und 1998 konnte er sich nicht gegen den in Niedersachsen beliebten Gerhard Schröder durchsetzen. Erst als der nach Berlin ging, um das Amt des Bundeskanzlers zu bekleiden, schlug Christian Wulffs Stunde. Gegen den eher schwachen Schröder-Nachfolger Sigmar Gabriel gewann der CDU-Politiker im Jahr 2003 klar und bildete eine CDU/FDP-Koalition. Vom Amt des Ministerpräsidenten in Niedersachsen trat Christian Wulff direkt nach Verkündigung des Ergebnisses des dritten Wahlganges der Bundespräsidentenwahl zurück und nahm die Wahl zum deutschen Bundespräsidenten an.

Christian Wulff - Ein Portrait

Bild: Wikipedia

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