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Cola als Verhütungsmittel? Die Gewinner der IgNobelpreise

Mit Cola light kann man verhüten, aber nicht, indem man sie trinkt. Eine Forscherin aus den USA bekam jetzt für diese Erkenntnis den IgNobelpreis für Chemie ein. Dieser Preis ist extra für skurrile Forschungsergebnisse gedacht, die die Menschen erst mal zum Lachen oder Schmunzeln bringen. In den letzten Jahren wurden dadurch die Antworten auf wichtige Fragen geehrt wie "Warum bekommen Spechte kein Kopfschmerzen?" oder "Welcher Mist ist Mistkäfern der liebste?"

Die US-Medizinerin Deborah Anderson hörte von Berichten, denen zufolge Frauen aus Puerto Rico durch eine Vaginaldusche mit Coca-Cola eine Schwangerschaft zu verhindert versuchten...mit Erfolg. Die Ärztin wurde neugierig und forschte nach. Die Ergebnisse waren verblüffend. Spermien, die in einem Reagenzglas mit Cola Light vermischt wurden, starben innerhalb einer Minute ab. Anderson teilte sich den Preis mit Forschern aus Taiwan, die genau das Gegenteil zu belegen versuchten. Ob wirklich und wie die Verhütung durch Cola Light also funktioniert, bleibt unerforscht, einen IgNobelpreis war die Ergebnisse trotzdem wert.

Auch in den anderen Kategorien wurden die sinnlosesten Forschungsergebnisse gekürt. Den IgNobelpreis für Wirtschaft erhielten Psychologen der Universität von New Mexico. Sie fanden heraus, dass Stripperinnen von Männern die meisten Scheine bekamen, wenn sie ihre fruchtbaren Tage hatten. Der Physik-IgNobel ging an einige Kalifornier, die mathematisch belegen konnten, dass aufeinander geworfene Fäden oder Haare sich generell verknoten. Einige Forscher aus Japan hingegen fanden heraus, dass bestimmte Amöben durch ein Labyrinth finden, was ihnen die Auszeichnung in Biologie brachte.

Der IgNobelpreis ist nicht nur als humorvolle Parodie auf den Nobelpreis gedacht, er wird auch so verliehen. Mehr als 1200 Zuschauer sahen die Zeremonie in der Harvard University, die Preisträger dürfen genau eine Minute reden, anschließend werden sie von einer Achtjährigen unterbrochen. Was die Chemie-Gewinnerin Deborah Anderson angeht sei übrigens gewarnt: "Spermien können in Sekunden im Gebärmutterhals verschwinden – also schneller, als man eine Flasche Cola light schütteln kann." Die Forscherin musste also trotz IgNobelpreis dennoch klarstellen, dass Cola light nicht wirklich ein sicheres Verhütungsmittel darstellt.

Quelle: FOCUS Online, sueddeutsche.de

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