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Costa Concordia: Telefonat zwischen Hafenaufsicht und Kapitän Schettino

Unmittelbar nach dem Unglück der Costa Concordia, ruft der Kommandant Gregorio De Falco vom Hafenamt von Livorno den Kapitän Schettino an und will wissen, wo er sich befindet und befiehlt ihm sofort wieder an Bord zu gehen und die Passagiere in Sicherheit zu bringen. Schettino wird durch dieses Gespräch überführt, denn er gibt deutlich zu verstehen, dass er das sinkende Schiff noch vor allen Passagieren verlassen hat.
Während De Falco als Held gefeiert wird, wurden die Ausreden des Kapitäns immer skurriler, er soll im Verhör der Richterin sogar gesagt haben: 'Ich wollte nicht abhauen, sondern habe Passagieren geholfen, ein Rettungsboot ins Wasser zu lassen', dann aber sei er ausgerutscht und lag plötzlich zusammen mit den Passagieren im Boot...

In der Nacht zum Samstag kenterte das Kreuzfahrtschiff Costa Concordia, nur 500 Meter vom Hafen von Giglio entfernt, mit über 4000 Gästen an Bord. Das Gestein einer Felsengruppe hatte den Schiffsrumpf der Länge nach aufgerissen. Der Kapitän hatte das Schiff zu nah ans Ufer navigiert.
Bis heute werden noch 22 Personen vermisst, darunter 12 Deutsche. Elf Leichen wurden bisher geborgen. Die Suche nach weiteren Überlebenden gestaltet sich allerdings als sehr schwierig, da das Schiff auf einem Gesteinsvorsprung liegt, ständig weiter sinkt und zu rutschen droht.

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