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CSU - Nach Hubers Rücktritt geht nun auch Beckstein

Erst gestern gab der CSU-Chef Erwin Huber seinen Amtsrücktritt bekannt, schon heute folgt ihm Ministerpräsident Günther Beckstein. Die vernichtenden Verluste bei den bayerischen Landtagswahlen bleibt nicht ohne Konsequenzen. Die CSU konnte das erste Mal seit 46 Jahren keine absolute Mehrheit in Bayern holen, stattdessen verlor sie 17 Prozent. Hubers Rücktritt war die konsequente Reaktion auf das Debakel und wurde im Allgemeinen als positiv und angemessen empfunden. Dennoch, der eine Rücktritt hat offenbar nicht gereicht.

Direkt nach Hubers Rücktritt wurde eine Art Revolte gegen Beckstein gestartet. Zahlreiche Abgeordnete der Berliner CSU-Landesgruppe forderten ihn zu ersetzen, schließlich könnte nicht Huber allein für die Wahlschlappe verantwortlich gemacht werden. Beckstein, der vor kurzem noch durch umstrittene Aussagen zum Fahren unter Alkoholeinfluss aufgefallen war, dementierte einen Rücktritt gestern noch. Heute gab er ihn dann doch bekannt. Ohne den fehlenden Rückhalt in der Partei, so Beckstein, könne er das Amt nicht weiter ausüben.

Nachdem gestern schon Bundesagrarminister Horst Seehofer als Nachfolger von Erwin Huber bekannt gegeben worden ist, schwieg man heute mittag noch über Namen, was die Nachfolge Becksteins betrifft. Inzwischen sieht es aus, als würde auch dieses Amt von Seehofer übernommen werden. Er selbst sagte, er würde den Posten antreten "wenn es sonst niemanden gibt", also niemanden mit ausreichender Mehrheit. Möglich wären aber auch noch Fraktionschef Georg Schmid, Wissenschaftsminister Thomas Goppel und Innenminister Joachim Herrmann. Desweiteren muss sich die CSU nach den Rücktritten von Huber und Beckstein nicht nur um Nachfolger kümmern, sondern auch um einen Koalitionspartner.

Quelle: FOCUS Online
Bild: csu.de, bayern.de

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