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Darfur: Mehr als 300.000 Tote

In den letzten fünf Jahren des Bürgerkrieges sind nach neuesten Schätzungen 300.000 Menschen in der westsudanischen Krisenregion Darfur umgekommen.

"Der Frieden in Darfur scheint ferner denn je zu sein", erläutert John Holmes, der für humanitäre Einsätze zuständige UN-Funktionär. Das Leid der Bevölkerung sei in diesem Jahr noch größer geworden und Zehntausende seien aus ihren Häusern vertrieben worden.

Und Fortschritte scheint es kaum welche zu geben. So erklärt der UN-Generalsekretär Ban Ki Moon: "Die militärische Gewalt der Konfliktparteien überschattet den politischen Prozess. Die Aussicht auf Verhandlungen rückt in immer weitere Ferne." Insbesondere die Stationierung von Unamid gehe extrem langsam voran. Den Parteien fehle es an politischem Willen, eine friedliche Lösung für die Krise zu finden. Deshalb würde sich auch die humanitäre Situation nicht bessern.

Die Zahlen beweisen es: Von 26.000 geplanten Soldaten und Polizisten sind bislang nur etwa 9.000 eingetroffen. Doch man versuche die Bereitstellung dieser Mission zu beschleunigen, so der Vertreter der gemeinsamen Friedenstruppe, Rodolphe Adada. Bis Ende des Jahres könnten 80% der Sollstärke erreicht werden. Allerdings wissen alle, dass die Zeit drängt: Von Darfurs sechs Millionen Einwohnern seien mittlerweile 4,27 Millionen Menschen direkt von dem Konflikt betroffen, so Holmes.

Quelle: Stern-Online, Zeit.de
Bild:Genocide Intervention Network (Flickr)

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