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Das Minarettverbot in der Schweiz löst Jubel und Kritik aus

Wie Welt Online berichtet, fallen die Reaktionen zu dem per Volksabstimmung entschiedenen Minarettverbot in der Schweiz sehr unterschiedlich aus. Die rechtslastigen Parteien und rechtsregierten Länder Europas nahmen den Ausgang der Wahl zum Anlass, um ähnliche Belange im eigenen Land zu forcieren und solche Wahlen auch der eigenen Bevölkerung zu ermöglichen.

Weniger erfreut sind sowohl die muslimischen als auch die Kirchenverbände in und außerhalb der Schweiz, die eine allgemeine Tendenz zu einer Angst vor dem Islam als Grund für das negative Wahlergebnis sehen. Die französische Regierung verurteilte das Wahlergebnis als Ausdruck von Intoleranz.

Der französische Einwanderungsminister Luc Besson sagte, dass es in Europa keine Stigmatisierung des Islam geben dürfe. Die Innenministerin der Schweiz, Eveline Widmer-Schlumpf, aber verteidigte den Ausgang der Wahl mit dem Hinweis, dass nicht gegen den Islam an sich abgestimmt worden sei, sondern sich die Wahl gegen fundamentalische Ausprägung des Islam richten würde.

Die Anti-Minarett Initiative war von zwei rechtspopulistischen Parteien der Schweiz angeregt und zur Wahl gebracht worden. Die Regierung in Bern legte den Schweizern als Wahlempfehlung nahe, gegen die Initiative zu stimmen. Am Sonntag hatte sich aber eine Mehrheit von 57 Prozent gegen den Bau von Minaretten in der Schweiz ausgesprochen.

Bild: Martin Abegglen, Brenda Annerl

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