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Das Weihnachtswunder vom Wendelstein

Unter dem Titel "Das Weihnachtswunder vom Wendelstein" sorgte eine Geschichte am Heiligabend für Rührung und Erleichterung in ganz Deutschland. Beim Spielen im bayerischen Urlaubsort Oberaudorf stürzte die elfjährige Elena Z. von einer Aussichtplattform 170 Meter in die Tiefe... und überlebte.

Das Mädchen vergnügte sich mit Freundinnen außerhalb der gesicherten Plattform des gut 1800 Meter hohen Berges Wendelstein. Plötzlich bekam die Schülerin Schnee ins Auge, verlor beim Wegwischen den Halt und stürtze in die Tiefe. "Ich versuchte noch, mich an einem Baum festzuhalten, aber dafür war ich viel zu schnell", sagte Elena. Zum Glück waren noch die anderen Mädchen in der Nähe und auch ein erwachseneder Retter war nicht weit. Der 33- jährige Michael King war auf dem Weg in die naheliegende Gaststätte seines Schwiegervaters, als er die Schreie hörte. Schnell besorgte sich King einen Eispickel und schlug sich Schritt für Schritt einen Weg die steile und glatte Eisplatte hinab.

Es dauerte eine ganze Weile, bis der Computerfachmann bei Elena angekommen war. "Erst nach 20 Minuten waren da plötzlich diese Rufe: 'Papa, Papa!' Dann sah ich das Mädchen... Sie klammerte sich ganz fest an einen Baum – links und rechts waren spitze Felsen", erzählt King. Als er bei ihr angekommen war, wickelte er das völlig unterkühlte Mädchen in seine Jacke und sprach beruhigend mit ihr, während sie auf den Rettungshelikopter warteten. Bis ihre Eltern ins Münchner Krankenhaus kamen blieb er bei ihr. Die wollten Michael King mit Geld belohnen, "Ich lehnte ab – ich habe doch selbst einen vierjährigen Sohn", sagte er.

Das Verblüffendste an dieser Begebenheit ist wohl tatsächlich, dass die kleine Elena abgesehen von ein paar blauen Flecken unverletzt blieb. Somit darf sich die Geschichte zu Recht "Das Weihnachtswunder vom Wendelstein" nennen.

Quelle: Bild.de, netzeitung.de
Bild: Bild.de

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