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Der billigste Wagen der Welt ist da

Es ist soweit: Der indische Autohersteller Tata hat das billigste Auto der Welt vorgestellt. Dabei sprach der 70-jährige Firmenchef Ratan Tata von einem "Höhepunkt der Automobilgeschichte". Das als neues "Volksauto“ bezeichnete Viertürer soll angeblich im Herbst in Indien für lediglich (umgerechnet) 1700 Euro erwerbbar sein.

Verkündet wurde der Nano bereits vor fünf Jahren auf der Automesse in Genf. Kritiker behaupteten damals, ein Auto könne zum Preis von 100.000 Rupien nicht gebaut werden. Sie hatten sich wohl getäuscht, denn das Unternehmen hat sein Wort gehalten und genau das Gegenteil beweisen können.

Der kleine Nano kostet etwa die Hälfte des derzeit günstigsten Pkw und etwa das Doppelte eines Zweirades in Indien. Fürs Geld gibt es einen 3,10 Meter langen, 1,50 Meter breiten und 1,60 Meter hohen Fünfsitzer mit einem sparsamem 33-PS-Motor, der im Heck untergebracht ist. Auf 100 Kilometer verbraucht das Auto nach Angaben des Herstellers weniger als fünf Liter Benzin, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 105 Stundenkilometer. Mit Extras wie etwa Klimaanlage, elektrische Fensterheber oder Servolenkung kann man für den Preis nicht rechnen.

Trotz niedriger Preise wurde an der Sicherheit nicht gespart. Der Nano erfüllt die Euro-IV-Norm und die indischen Sicherheitsstandards und ist sicherer als die Zweiräder, die bislang das indische Straßenbild prägen und auf denen nicht selten ganze Familien Platz finden.

Geplant ist vorerst die Produktion von 250 000 Billigautos; Mittelfristig hofft der Konzern eine Million Nanos zu verkaufen. Die Einführung des Tata Nanos in Europa ist derzeit nicht geplant.

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