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Der chinesische Milchskandal trifft Deutschland

Nun betrifft der chinesische Milchskandal auch Deutschland. Nachdem bis jetzt gehofft und angenommen wurde, dass die mit Industriegiften gestreckte Milchpulverproduktion in China keine Auswirkungen auf den deutschen Lebensmittelmarkt hätte, wurde jetzt in Baden-Württemberg zur Vorsicht gemahnt. In einem Asia-Shop in Stuttgart sind mit Melamin verseuchte Milchbonbons entdeckt worden.

Zuletzt war die Rede von über 50.000 erkrankten Babies in China, vier der Kinder erlagen ihren schweren Nierenschäden. Die chinesische Regierung kündigte an, hart durchzugreifen und in Deutschland mahnte man zu größerer Vorsicht mit Importen, obwohl das chinesische Milchpulver hier eigentlich keine Hersteller betreffen sollte. Das Verbraucherministerium der Landes Baden-Württemberg meldete nun, dass die Bonbons der Marke "White Rabbit" aus dem Handel zurückgerufen worden seien. Der Hersteller aus China sowie der niederländische Vertrieb hätten die Abnehmer darüber informiert, dass die Bonbons zu 45 Prozent aus Milch produziert werden, die offenbar Melamin enthält.

Zwar bestehe beim Verzehr einzelner Bonbons der Marke "White Rabbit" keine Gefährdung der Gesundheit, dennoch wird davon abgeraten sie zu essen. Erst in dieser Woche war in der Deutschland der Import bestimmter Milchprodukte aus China komplett verboten worden. Nun wird verstärkt untersucht, ob vergiftete Milch in den Handel gekommen sein könnte. In den Niederlanden, in Hongkong und Australien sind bereits bestimmte Keks-Sorten aus den Regalen verschwunden, weil Melamin-Bestandteile gefunden worden waren. In den kommenden Tage wird sich zeigen, wie weit der Milchskandal von China auch auf Deutschland Einfluss hat.

Quelle: Stern.de
Bild: Candysnob.com

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