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Der Gouverneur und seine Sex-Affäre

Mitten im amerikanischen Vorwahlkampf wird die Demokratische Partei von einem Rotlichtskandal erschüttert. Eliot Spitzer, der Gouverneur des US-Bundesstaats New York, hatte laut Medienberichten offenbar Kontakte zu einem Prostitutionsring.

"Ich bin an jenen Standards gescheitert, die ich mir selbst setze", sagte Spitzer auf einer Pressekonferenz in New York. "Ich muss nun einige Zeit investieren, um das Vertrauen meiner Familie zurückzugewinnen." Zu seiner politischen Zukunft äußerte er sich nicht und beantwortete auch keine Fragen der Reporter. Nach Meinung vieler Kommentatoren in den USA ist ein Rücktritt Spitzers nun unvermeidlich.

Nach Berichten der New York Times liege den Justizbehörden die Aufzeichnung eines Anrufs von Spitzer vor, mit dem er im vergangenen Monat mit dem "Emperors Club VIP", einem internationalen Ring zur Vermittlung von Edel-Prostituierten, ein Treffen mit einer Prostituierten in einem Washingtoner Hotelzimmer arrangiert habe. Der Zeitung zufolge informierten die Ermittler Spitzer am vergangenen Freitag von ihren Erkenntnissen; dieser weihte am Sonntag seine engsten Mitarbeiter ein.

Der Demokrat Spitzer war 2006 zum Gouverneur des Bundesstaats New York gewählt worden. Zuvor war er Generalstaatsanwalt des Staates und hatte sich als "Sheriff der Wall Street" einen Namen gemacht, weil er betrügerische Praktiken der Finanzbranche mit großem Nachdruck verfolgte. Seine bisherige Amtszeit war begleitet von erbitterten Kontroversen mit den gegnerischen Republikanern.

Quellen: T-Online, sueddeutsche.de

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