Excite

Der Kalender mit den nackten Barbies

Nacktkalender scheinen heute mehr als nur salonfähig zu sein, ein argentinischer Kalender mit nackten Barbies sorgt derzeit allerdings für leichte Kontroversen. Das Projekt zweier Studenten war für den Spielzeugautohersteller Matchbox gedacht, nun wird diskutiert, ob Kinderspielzeug für solche promiskuitive Zwecke gebraucht werden darf.

Laut 'Ads of the World' kommt der Kalendar von den Breno Costa und Guilherme Souza. Die Studenten der Brother Ad School Buenos Aires fotografierten zwei verschiedene Barbies nackt oder halb bekleidet in sinnlichen Positionen, wie man sie von typischen Fotostrecken kennt. Manchmal zeigen sie ihre Brüste, manchmal ihr Plastik-Hinterteil. Auf einigen Bildern sind die blonde und die brünette Puppe gemeinsam zu sehen, das Projekt 'Matchbox: 2011 Calendar' ist nicht mehr und nicht weniger als ein Pirellli-Kalender mit leblosen Models.

Die Idee dahinter ist simpel und eigentlich auch kreativ: Matchbox stellt Spielzeugautos für kleine Jungs her, die große Männer sein wollen. In die Garage eines Geschwindigkeitsjunkies und Auto-Bastlers gehören natürlich auch Nacktkalender. Das entsprechende Kinder-Pendant wären also Matell-Ladys.

Im nächsten Schritt wird aber zurecht gefragt, ob sich Kinderspielzeug für eine solche Darstellung eignet und, ob sich der Kalender nicht ohnehin ordentlich an der Zielgruppe vorbeibewegt. Welcher kleine Junge hätte denn Interesse daran, sich einen Kalender mit entkleideten Plastikpuppen in sein Zimmer zu hängen und welches Mädchen wäre nicht verstört bei diesem Anblick. Auch Matchbox wird im realen Verkauf sicher die Finger von dem Projekt haben. Zuletzt muss man den argeninischen Kreativen wohl einfach die Idee anrechnen und den Kalender mit den nackten Barbies einfach als das sehen, was er ist, nämlich ein Studenten-Projekt.

Bild: adsoftheworld.com

Deutschland - Excite Network Copyright ©1995 - 2016