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Der Papst und die Kondome

Es kam einer kleiner Revolution gleich, als bekannt wurde, dass Papst Benedikt XVI in seinem Buch 'Licht der Welt' die Haltung der katholischen Kirche zu Kondomen lockerte. Jetzt konkretisierten katholische Geistliche die neue Haltung der Kirche. Andere wiederum wollen dem Papst nicht folgen.

In dem Buch heißt es, dass Kondome Leben retten und einen Schutz vor Aids darstellen können. Deswegen erlaube die katholische Kirche 'in konkreten Einzelfällen' die Benutzung der Gummis. Doch bisher war nicht klar, für wen das genau gelte. Irrtümlicherweise hieß es, nur männliche Prostituierte hätten diese Erlaubnis.

Doch nun erklärte Vatikan-Sprecher Federico Lombardi, dass dies natürlich für alle Prostituierte gelten würde, auch für weibliche und transsexuelle. Kondome könnten ein erhebliches Risiko für das Leben eines anderen verhindern, heißt es laut ZEIT online aus den Reihen des Vatikan.

Doch bei afrikanischen Geistlichen kommt die neue Haltung des Papstes nicht ganz so gut an. Kondome seien gegen die Natur. Die Kirche akzeptiere keine Kondome und werde es niemals tun. 'Sie verhindern die natürliche Fortpflanzung des Menschen. Kondome haben in der katholischen Kirche einfach keinen Platz.' Das sagte jetzt laut Deutsche Welle Abbé Koum von der Kathedrale Peter und Paul in Douala, Kamerun. Die neue Haltung zu Kondomen wird Papst Benedikt XVI aber nicht mehr ändern können, immerhin steht es schwarz auf weiß in seinem Buch 'Licht der Welt'.

Bild: YouTube, de.academic.ru

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