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Deutschland für zwei Jahre im UN-Sicherheitsrat

Für zwei Jahre hat Deutschland einen Sitz im UN-Sicherheitsrat, dem mächtigsten und einflussreichsten Gremium der Vereinten Nationen. Bei der Wahl in New York am Dienstagabend MEZ setzte sich Deutschland gegen die Mitbewerber Portugal und Kanada. Die Nordamerikaner zogen dann ihre Kandidatur zurück, wodurch auch Portugal einen Sitz bekam.

Der UN-Sicherheitsrat setzt sich zusammen aus den fünf ständigen Mitlgiedern USA, Frankreich, England, Russland und China. Dazu bekommen zehn nichtständige Mitglieder die Möglichkeit, für zwei Jahre die Entscheidungen der UN mitzubestimmen. Neben Deutschland und Portugal sind das seit neuestem noch Indien, Kolumbien und Südafrika und seit dem letzten Jahr Gabun, Brasilien, Bosnien-Herzegowina, Nigeria und der Libanon.

Bundeskanzlerin Angela Merkel bedankte sich nach der Wahl für das in Deutschland gesetzte Vertrauen und versicherte, dass das Land sich bei den bevorstehenden Entscheidungen einbringen wolle. Und Außenminister Guido Westerwelle sieht sich und Deutschland in den nächsten zwei Jahren in der Verantwortung, aktiv an den Entscheidungen der UN mitzuwirken.

Der FDP-Politiker kann diesen Wahlsieg als seinen eigenen Triumph verbuchen. Und Westerwelle ging auch sofort in die Offensive. In den ARD-Tagesthemen sagte er, dass er es nicht in Ordnung fände, dass weder Afrika noch Lateinamerika einen ständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat hätten. Reformen müssten her, sagte der Bundesaußenminister. Guido Westerwelle hat ja jetzt zwei Jahre Zeit, seine Pläne dem UN-Sicherheitsrat vorzutragen, denn Deutschland hat dort bis 2012 einen Sitz.

Bild: Website UN, Wikipedia

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