Excite

Diagnose Pest: 16-jähriger US-Teenager stirbt nach Flohbiss an der Mittelalter-Seuche

  • Twitter

Im Mittelalter kostete die Krankheit Millionen Menschen das Leben - heute gilt die Pest als ausgerottet. Eigentlich, denn immer wieder kommt es vereinzelt zu tödlichen Pest-Fällen, der jüngste ist der eines Teenagers im US-Bundesstaat Colorado.

Denver, USA: Ein 16-jähriger Teenager ist an der Pest gestorben. Laut Berichten des Fernsehsenders CBS Denver, hatte sich Taylor Gaes durch einen Flohbiss mit der Seuche infiziert. Der Schüler sei schon Anfang Juni 2015 an der Beulenpest gestorben.

Um eine Ausbreitung zu verhindern, rief die Gesundheitsbehörde nach der Untersuchung des Falles alle Personen, die mit dem Jungen in Kontakt gestanden haben, dazu auf, sich umgehend zu melden. Ob Taylor Gaes die Pest auf andere übertragen habe, geht aus den Pressemitteilungen aber nicht hervor - offenbar handelt es sich um einen Einzelfall.

Pest - der Verlauf der Krankheit:

Dir Ansteckung mit der Beulenpest erfolgt über die Haut, durch Flohbisse etwa. Hat ein Floh zuvor eine Ratte gebissen, die den Yersinia pestis-Erreger in sich trägt, wird auch der Floh infiziert und verbreitet die Seuche dann seinerseits auf einem neuen "Wirt", einem Menschen beispielsweise.

Die Inkubationszeit beträgt zwischen zwei und sechs Tagen - dann treten grippeähnliche Symptome auf, darunter Fieber, Gliederschmerzen und Kopfschmerzen. Später bilden sich blau-schwarze Beulen am gesamten Körper. Bleibt die Pest unbehandelt, kommt es zu einer Pestsepsis, das ist eine Infektion des Blutes, auf welche innerhalb von 36 Stunden der Tod folgt. Wird die Krankheit jedoch rechtzeitig erkannt, wird sie mit Antibiotika behandelt, allerdings ist die Sterblichkeit dennoch sehr hoch.

Die Mittelalter-Seuche Pest heute

Im Jahr 1994 gab es die letzten wirkliche Pest-Epidemien in Mosambik, Indien und Malawi. 2006 sind in der Demokratischen Republik Kongo rund einhundert Menschen an der Seuche gestorben. Und immer wieder kommt es weltweit zu Einzelfällen, bei den sich Menschen mit dem tödlichen Erreger infizieren - nach Kontakt mit Wildtieren etwa. Laut CBS Denver erkranken in den Vereinigten Staaten im Jahr durchschnittlich etwa zehn Menschen an der Beulenpest oder Lungenpest. Besonders der Westen der USA ist bekannt dafür, dass die Seuche immer wieder auftritt.

Die 10 seltsamsten (bekannten) Krankheiten und Syndrome

Gibt es eine Impfung gegen die Pest?

Es gibt zwar tatsächliche eine Impfung gegen die Beulenpest, diese hat jedoch nur eine kurze Wirkdauer. In der Regel wird sie lediglich den Personen verabreicht, die in gefährdete Gebiete reisen, beispielsweise aus beruflichen Gründen.

Deutschland - Excite Network Copyright ©1995 - 2017