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Die Änderungen in der Bundesrepublik ab dem 01.07.

Ab heute, dem 01.07., stehen der Bundesrepublik so einige Änderungen ins Haus. Die Halbzeit des Jahres ist nämlich sehr beliebt bei den staatlichen Behörden, um noch mal Erneuerungen in Kraft treten zu lassen. Gesetze, Beiträge, Preise, Steuern - auch in diesem Jahr gibt es einige Änderungen zum 01.07., aber welche sind das und was bringen sie?

Die Pflegeversicherung gibt es jetzt seit 13 Jahren. Die Menschen werden im Schnitt allerdings immer älter und das Modell fängt bereits jetzt an rote Zahlen zu schreiben. Also werden die Beiträge der 50 Millionen Zahlenden zum 01.07. erhöht. Bis 2013 soll der Beitrag nicht mehr angehoben werden und die Pflegenden bekommen künftig etwas mehr Geld, wenn sie Angehörigen zu Hause pflegen. Die nächste große Änderung ab dem 01.07. betrifft Immobilien. Denn wer ein Haus vermietet oder verkauft, der muss künftig einen Energiepass vorlegen können. Der zeigt an, wie viel Energie die Immobilie verbraucht, so können potentielle Kunden den Bau besser einschätzen. Der Pass kann bei Handwerkern beantragt werden und kostet bis zu 300 Euro. Wer ihn aber nicht vorlegen kann, riskiert hohe Strafen.

Wer bei Beitragserhöhungen natürlich auch nicht fehlen darf, sind die Krankenkassen. Die Preise für Medikamente steigen und die Kassen machen ohnehin schon Verluste, mindestens 20 Krankenkassen planen Erhöhungen zum 01.07.. Zwar hat man das Sonderrecht, die Kasse bis Ende Juli zu wechseln, aber im kommenden Jahr müssen sich ohnehin alle auf höhere Kosten einstellen, auch Privatversicherte. Dafür können sich die 20 Millionen Rentner in Deutschland auf ein bisschen mehr Rente freuen. Durch das Plus der Rentenversicherung leistet die Regierung sich diese außerplanmäßige und kaum merkbare Erhöhung.

Was passiert sonst? Bald gibt es Tagesgeldkonten bei der Bundesfinanzagentur, Hautkrebsvorsorgeuntersuchungen gibt es umsonst alles zwei Jahre und Versicherungen müssen ihre Produkte ab jetzt mit einer Art "Beipackzettel" ausstatten, um über die Detaills zu informieren. Die Änderung zum 01.07., über die am meisten gesprochen wurde, ist aber eine andere. Thüringen und NRW ziehen als letzte Länder nach und somit ist das Rauchen in Gaststätten nun bundesweit verboten. Auch Behörden, Kasinos, Sport- und Kultureinrichtungen sind ab nun qualmfrei. Beiträge, Versicherungen und Erhöhungen hin oder her, das Rauchverbot ist die Änderung zum 01.07., die die Deutschen am ehesten spüren.

Quelle: FAZ.net, FOCUS Online, mdr.de
Bild: Matthew Hine (Flickr)

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