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Die durch die PKK entführten Deutschen sollen gesund sein

In der Türkei fand in den letzten Tagen eine fieberhafte Suche nach den von der PKK entführten Deutschen statt. Bevor es direkten Kontakt zu den Geiselnehmern gab, erschoss die türkische Armee zehn PKK-Rebellen im Gefecht auf der Suche nach den entführten Bergsteigern. Inzwischen meldete die kurdische PKK, dass es den deutschen Geiseln gut gehe und distanziert sich zugleich von der Entführung. Die Bundesregierung ist nach eigenen Angaben noch immer um eine schnelle Lösung des Problems bemüht.

Gestern gab die kurdische PKK in einer Erklärung bekannt, keinen Befehl für eine derartige Aktion gegeben zu haben. Eine lokale Gruppe habe auf eigene Faust gehandelt. Zugleich erklärten sie, dass die drei Entführten wohlauf seien. "Wir werden Maßnahmen ergreifen, um sicherzustellen, dass die Touristen sicher und wohlbehalten zu ihren Familien zurückkehren", vermeldeten die Rebellen über die prokurdische Nachrichtenagentur Firat. Zugleich stellte die PKK jedoch weitere Forderungen. Der türkische Staat solle aufhören nach den Entführten zu suchen, außerdem die militärischen Aktionen gegen die PKK stoppen. Deutschland solle Druck auf die Türkei ausüben, um diese Ziele zu erreichen.

Kanzlerin Angela Merkel sagte der "Bild am Sonntag": "Ich rufe die Entführer auf, die drei Deutschen umgehend und unversehrt freizulassen." Auch Außenminister Steinmeier forderte eine bedingungslose Freilassung der drei Deutschen. Die Bundesregierung hält weiter an ihrer Politik fest, sich nicht von Entführern erpressen zu lassen. Derweil sind sich die Beteiligten darüber einig, dass die Zusammenarbeit mit der deutschen und türkischen Behörden gut verläuft. Die türkische Polizei und Mitarbeiter vom BKA arbeiten gemeinsam an der Befreiung der Geiseln.

"Der Spiegel" meldete außerdem, dass die PKK-Führung bereits Ende Juni vor den negativen Folgen der Kurdenpolitik in Deutschland gewarnt hatte. Die türkische Polizei machte das BKA darauf aufmerksam, welches am 2. Juli die Innenministerien in Kenntnis setzte. Die Regierung weist Vorwürfe wegen fehlender Warnungen zurück, es habe keine Auffälligkeiten in dem Entführungsgebiet am Berg Ararat gegeben. Die anderen Bergsteiger sind inzwischen wieder in Deutschland und werden möglichst bald vernommen. Vielleicht können sie noch etwas beitragen im Fall um die drei durch die PKK entführten Deutschen.

Quelle: FOCUS Online, Stern.de
Bild: YouTube

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