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Nachtschicht gegen das Aufschieben

Die 'Lange Nacht der aufgeschobenen Hausarbeiten' soll Studenten die Möglichkeit geben, endlich unabgeschlossene und seit langem aufgeschobene Hausarbeiten fertig zu schreiben. Bundesweit stellen verschiedene Universitäten dazu in den nächsten Tagen Räumlichkeiten und pädagogische Berater zur Verfügung.

Wer studiert oder einmal Student war, kennt das Problem. Für Hausarbeiten bekommt man oft monatelang Zeit und auch endgültig letzte Abgabetermine lassen sich mit einem netten Lächeln oder dem Verweis auf das kürzlich gestorbene Haustier immer noch einmal verschieben. Ehe man sich versieht, ist das Semester um. Es stehen dann schon wieder neue Hausarbeiten an, ohne das für die letzte bisher ein Finger gerührt wurde. Und schon ist man drin im Teufelskreis. Prokrastination, das chronische Aufschieben von unangenehmen Arbeiten, ist an den Universitäten längst zum geflügelten Wort geworden.

Mit der 'Langen Nacht der aufgeschobenen Hausarbeiten', die im letzten Jahr erstmals von der Europa-Universität 'Viadrina' in Frankfurt an der Oder initiiert wurde, sollen die Studenten nun aus ihrem stillen Kämmerlein gelockt werden. Im Austausch mit Anderen können sie sehen, dass sie mit ihrem Problem nicht allein sind. Das Arbeiten in der Gruppe wirkt zusätzlich motivierend. Ergänzend können sich die Studenten Ratschläge einholen, wie sie zukünftig Hausarbeiten effizient bearbeiten können. Ein Rahmenprogramm sorgt mit Yoga und Spaziergängen dafür, dass die Studenten die Nacht durchhalten.

Bei vielen Studenten dürfte eine 'Lange Nacht der aufgeschobenen Hausarbeiten' dabei sicher nicht reichen um semesterlangen Schlendrian zu kompensieren - sondern eher viele lange Wochen.

Quelle: derwesten.de
Bild: digital cat/flickr.com

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