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Hurrikan Sandy fordert erste Todesopfer

In den USA stehen die Alarmzeichen auf Rot, denn Hurrikan Sandy hat die Ostküste der USA erreicht. Der Sturm wird auch schon "Frankenstorm" genannt, weil erwartet wurde, dass er ziemlich viel Schaden und Unheil anrichten wird. Und das ist nun geschehen. 13 Todesopfer forderte der Hurrikan bisher. Vor allem herabfallende Äste sind eine Gefahr für die Bevölkerung. So kamen schon zwei Kinder ums Leben.

Der Katastrophenschutz arbeitet rund um die Uhr. Notunterkünfte wurden eingerichtet und hunderttausende Menschen wurden bereits dort einquartiert. Viele Wohnsiedlungen sind massiv bedroht durch den als "Jahrhundertsturm" bezeichneten Hurrikan. Allein in New York wurden 400.000 Menschen evakuiert. Damit Autofahrer nicht vom Unwetter überrascht werden, wurde auch der öffentliche Nahverkehr lahmgelegt und Tunnel geschlossen. Mehr kann der Katastrophenschutz momentan nicht tun, um die Bevölkerung der Ostküste einigermaßen zuschützen.

Alarm gab es im Atomkraftwerk Oyster Creek. Dort stieg der Wasserpegel bedrohlich an. Zu diesem Zeitpunkt sei ein Kraftwerk in New Jersey bereits still gelegt worden, berichtet n-tv. Auch U-Bahn-Station seien überschwemmt. Das öffentliche Leben ist praktisch derzeit vollkommen erlahmt.

Schulen und Geschäfte haben schon vor der Ankunft von Sandy ihre Pforten dicht gemacht. Selbst an der Wall Street werden derzeit keine Aktien gehandelt. In den Metropolen New York und Washington ist Sandy nun das alleinige Thema, die Menschen dort warteten seit gestern nur noch auf die Ankunft des Unwetters. 50 Millionen Menschen sind davon betroffen. Der Hurrikan kam mit einer Windstärke von 120 Kilometer pro Stunde und einer Geschwindigkeit von 30 km/h auf die Metropolen zu.

Die Behörden in den USA haben schon den befürchteten Schaden beziffert. Er soll sich in zweistelliger Milliardenhöhe bewegen. Für die angeschlagenen US-Finanzen wäre das ein weiterer Schlag. Und das hat sich nach Ankunft von Sandy nun bewahrheitet. Schon jetzt richtete das Unwetter Schäden in Milliardehöhe an.

Für Barack Obama allerdings könnte der Sturm der Wahlsieg bedeuten. Der US-Präsident liegt in den Umfragen derzeit noch hinter seinem Herausforderer. Aber nun kann er sich als starker Präsident präsentieren. Die Amerikaner sind gebrannte Kinder. Bei Hurrikan Kathrina in 2005, bei dem 1.800 Menschen starben, bot Ex-Präsident George W. Bush ein miserables Krisenmanagement. Um 17 bis 19 Uhr Ortszeit soll Sandy eintreffen, das wäre also zwischen 23 und 1 Uhr unserer Zeit.

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