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Die Wahl zum Unwort des Jahres 2009

Es wird wieder Zeit das Unwort des Jahres zu küren. Zum 19. Mal seit 1991 wird die verbale Entgleisung der letzten zwölf Monate gesucht. Und die Deutschen sind wahrlich nicht untätig, wenn es darum geht ihre Sprache zu bewerten. Bereits über 500 Vorschläge seien bei der unabhängigen Jury eingegangen.

Wie der Sprachwissenschaftler Horst Dieter Schlosser mitteilte, suche man sprachliche Missgriffe in der öffentlichen Kommunikation. Worte, die sachlich grob unangemessen sind und möglicherweise sogar die Menschenwürde verletzen. Dabei sind nicht nur Einzelwörter gemeint, sondern auch Formulierungen aus allen öffentlichen Bereichen des Lebens.

Letztes Jahr machte "notleidende Banken" als gewähltes Unwort 2008 das Rennen. Weitere Unworte der letzten Jahre waren "Herdprämie", "freiwillige Ausreise", "Entlassungsproduktivität", "Humankapital" und "Tätervolk". Unter den diesjährigen Vorschlägen finden sich mit Beispielen wie "betriebsratsverseuchte Mitarbeiter", "erweiterter Suizid" für Amoklauf oder "Flüchtlingsbekämpfung" genug Anwärter für ein verdientes Unwort 2009.

Wem selbst schon einmal ein Wort an die Nieren gegangen ist, kann seinen Vorschlag bis zum 11. Januar an die email-Adresse unwort@em.uni-frankfurt.de schicken. Wer seinen Vorschlag für das Unwort des Jahres 2009 lieber auf dem Postweg einreichen möchte, wendet sich an Horst Dieter Schlosser, Universität Frankfurt (Fach 161), 60629 Frankfurt a.M. und mit dem richtigen Riecher, ist man vielleicht der Finder des Unwortes 2009.

Bild: Unwort des Jahres Homepage

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