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Diebstahl im Online-Spiel – Polizei ermittelt

Es könnte ein Präzedenzfall in der Kriminalgeschichte werden – erstmals ermittelt in Deutschland die Polizei offiziell wegen Diebstahls innerhalb eines Online-Spiels. Was war geschehen? Ein Gamer erstattete ordnungsgemäß Anzeige, da sein Avatar im Rollenspiel "Metin 2" innerhalb des Games offenbar bestohlen wurde.

Insgesamt geht es um den Diebstahl von virtuellen Ausrüstungsgegenständen, mit denen man seine Spielfigur – sein Alter Ego – ausrüsten muss, um möglichst erfolgreich durch das Spiel zu wandern. Konkret geht es um so skurile Gegenstände wie Himmelsstränenarmbänder, Phönixschuhe, ein Siamesenmesser sowie den Betrag von sieben Millionen Yang.

Yang sind die virtuelle Währung im Online-Spiel "Metin 2". Um sie zu bekommen muss der User in der realen Welt hartes Geld an das Betreiberunternehmen überweisen. Dem Bestohlenen ist also ein tatsächlicher Schaden entstanden. Im Grunde also nur verständlich, dass er auf direktem Wege die Polizei aufsuchte. Die Betreiber des Online-Spiels schließen einen Serverfehler indes aus. Sie vermuten, dass dem Bestohlenen einfach irgendwie die Zugangsdaten für seinen Account entwendet wurden, und der Diebstahl so zustande kam.

Dieser aber schließt es aus, dass jemand an seinen Zugangsdaten gekommen sein könnte. Vielmehr geht er davon aus, dass sich jemand in seinen Account reingehakt hat. Die Polizei nimmt den Online-Spiel Diebstahl jedenfalls ernst, so heißt es in einer Stellungnahme "Greifbare Werte oder nur Einsen und Nullen? Manch einer wird es als Spinnerei abtun, doch für Millionen von Spielern sind diese Werte so greifbar wie das Besteck in der Schublade."

Quelle: EXPRESS,Computerbild
Bild: Metin2.de

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