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Dominique Strauss-Kahn: Nach Vergewaltigungsvorwurf in U-Haft

Dem Chef des internationalen Währungsfonds (IWF), Dominique Strauss-Kahn, wird die versuchte Vergewaltigung einer Hotelbediensteten in den USA vorgeworfen. Heute wird Strauss-Kahn dort dem Haftrichter vorgeführt.

Am Samstag soll der 62jährige IWF-Chef im New Yorker Hotel 'Sofitel' versucht haben, ein Zimmermädchen zum Geschlechtsverkehr zu zwingen. Die Frau sagte aus, dass er nackt war und sie ins Badezimmer zehren wollte. Nach dem Vorfall verließ Dominique Strauss-Kahn fluchtartig das Hotel. Er wurde schließlich, bereits im Flugzeug nach Europa sitzend, am New Yorker Flughafen John F. Kennedy festgenommen.

Es wird ihm nun versuchte Vergewaltigung, sexuelle Belästigung und Freiheitsberaubung vorgeworfen. Bei einer Verurteilung muss Strauss-Kahn unter Umständen mit einer mehrjährigen Haftstrafe rechnen. Für rechtlichen Beistand wird ihm unter anderem Benjamin Brafman zur Seite stehen, der schon für Michael Jackson gearbeitet hat. Dominique Strauss-Kahn bestreitet die Vorwürfe gegen ihn.

Die Verhaftung des IWF-Chefs sorgt international für Diskussionsstoff. Besonders bestürzt ist man jedoch in Frankreich. Dominique Strauss-Kahn galt als nächster Präsidentschaftskandidat der Sozialisten und Herausforderer von Nicolas Sarkozy. Als renommierter Finanzexperte war er zudem maßgeblich an den Euro-Rettungsmaßnahmen der letzten Monate beteiligt.

In Frankreich glauben manche nun, Strauss-Kahn sei in eine Falle gelockt worden, um ihn aus dem Rennen um die Präsidentschaftswahl zu werfen. Denn selbst wenn sich der Vorwurf der versuchten Vergewaltigung als haltlos erweisen sollte, dürfte die politische Karriere von Dominique Strauss-Kahn vorerst beendet sein.

Quelle: spiegel.de, zeit.de, bild.de
Bild: youtube.com

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