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Drittes totes Baby in Mainzer Klinik

Skandal an der Universitätsklinik Mainz: Drei Babys mussten jetzt dort sterben, weil sie anscheinend mit verschmutzten Infusionen behandelt wurden. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts auf fahrlässige Tötung. Insgesamt wurden elf Säuglinge mit den verunreinigten Infusionen ernährt.

Am Samstagabend starben die ersten beiden Säuglinge, am Montagabend dann das dritte. Es soll obdzuziert werden. So wollen Pathologen herausfinden, ob tatsächlich die verschmutzte Infusion die Todesursache sei. Anscheinend ist die Nährlösung, die die Kleinkinder bekommen haben, mit Fäkalbakterien verunreinigt gewesen.

Wie diese Bakterien in die Nährlösung gekommen sind, darüber lassen sich bisher nur Vermutungen aufstellen. Es könnte durch verunreinigte Schläuche in der Klinikapotheke passiert sein. Ermittler nehmen jetzt das dortige Schlauchsystem genau unter die Lupe. Außerdem stellten sie die von externen Anbietern angelieferten Grundstoffe für die Nährlösung sicher, wie die Presseagentur dpa berichtet.

Vor Mittwoch werde wohl nicht mit einem Ergebnis der Obduktion gerechnet, teilte der Leitende Oberstaatsanwalt von Mainz, Klaus-Peter Mieth, mit. Er sagte weiter, dass als erstes das Blut der verstorbenen Babys untersucht wird. Die Ermittler wollen sehen, welche Keime sich in den Blutbahnen der Säuglinge befanden und ob sie daran schließlich starben.

Bericht im ZDF über das dritte tote Baby

Bild: YouTube

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