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Ebola: Deutscher Medizinstudent an der Seuche erkrankt

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Die Ebola-Epidemie hat nun wohl auch Deutschland erreicht, ein Medizinstudent hat sich bei einem Aufenthalt in Ruanda offenbar infiziert. Genauere Angaben über den Patienten gibt es noch nicht. Sicher ist nur, dass der Deutsche sich einige Tage in dem westafrikanischen Land aufgehalten hat. Zuvor hatte Ruanda wegen Ebola den nationalen Notstand ausgerufen.

Das Gesundheitsministerium in Kigali teilte am Sonntagabend mit, dass der Student offenbar schwer erkrankt ist. Er klagte über hohes Fieber und hatte sich mit Malaria infiziert. Nun sollen Test durchgeführt werden, die dann ein eindeutiges Ergebnis zeigen sollen. Dadurch soll ermittelt werden, ob sich der junge Mann tatsächlich mit Ebola infiziert hat.

Die Mediziner in Ruanda entnahmen Proben des Patienten und schickten sie in ein Labor. Wenn es sich tatsächlich um Ebola handeln sollte, dann wäre der Medizinstudent der erste Deutsche, der sich an dem Virus angesteckt hat. Die Überlebenschancen sind nach wie vor gering. Bei frühzeitiger Erkennung besteht eine Chance. Unklar ist allerdings auch, ob der Deutsche dann von der Bundesregierung zurückgeflogen wird, oder in Afrika behandelt werden soll.

Spanien hatte bereits einen seiner Bürger, der sich in Afrika mit Ebola angesteckt hat, zurückgeholt. Auch die USA flogen einen Patienten ein. In Ruanda gab es bisher seit Ausbruch der Epidemie keine neuen Fälle. Der deutsche Student ist der erste Fall von Ebola, seit der Notstand ausgerufen wurde. Das Virus wird durch den afrikanischen Flughund übertragen. Hoffen wir das Beste für den Studenten.

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