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Albert Einsteins Relativitätstheorie bestätigt

Zwei Aussagen aus der Allgemeinen Relativitätstheorie von Albert Einstein wurden nun, rund 100 Jahre nach ihrer Formulierung von einem Nasa-Satellit mit bislang unerreichter Genauigkeit bestätigt. Der 2004 gestartete und im Dezember 2010 abgeschaltete Satellit 'Gravity Probe B' konnte den winzigen, aber messbaren geodätisches Effekt sowie den Lense-Thirring-Effekt nachweisen.

Nach Einsteins Relativitätstheorie verbiegt die Erde die Raumzeit um sie herum. Die Masse der Erde dellt sozusagen die Raumzeit ein, wie ein Mensch auf seiner Matratze. Bereits seit Anfang der Sechziger Jahre arbeitet die Nasa an dieser Forschung und bereitete für die aufwendige Messung ein Gyroskop-Experiment vor, das insgesamt 750 Millionen Dollar kostete, wie die US-Raumfahrtbehörde berichtet.

In der kommenden Ausgabe des Fachmagazins 'Physical Review Letters' sollen die genauen Ergebnisse der Forschung veröffentlicht werden. Für Laien erklärte Francis Everitt von der Universität Stanford, dass man sich vorstellen müsse, die Erde wäre in Honig getunkt und während sich der Planet dreht, würde der Honig um sie herum mitgewirbelt. Mit Raum und Zeit sei es dasselbe. Um diese kleinsten Änderungen der Erdlage im Raum zu messen, wurde der 'Gravity Probe B' Satellit mit vier Gyroskopen ausgestattet.

In diesen Rotationssensoren rotierten fast auf den absoluten Nullpunkt gekühlte Quarzkugeln mit Niob-Überzug mit etwa 10.000 Umdrehungen pro Minute. Die aufwendig gemessenen Ergebnisse dieser Mission werden wichtige Langzeitfolgen für die Arbeit theoretischer Physiker haben, wie Astrophysiker Bill Danchi aus der Nasa-Zentrale sagte, der besonders stolz ist, Einsteins Theorie bestätigt zu haben und das 'Gravity Probe B' Projekt erfolgreich abgeschlossen zu haben.

'Gravity Probe B' Abschluss-Pressekonferrenz der Nasa

Quelle: spiegel.de
Bild: einstein.stanford.edu

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