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Elektronischer Fingerabdruck auf Personalausweis freiwillig

Viele waren gegen Schäubles Plan, im Personalausweis den Fingerabdruck zu speichern. Wir berichteten von dem Chaos Computer Club, der Schäubles Fingerabdruck veröffentlichte und damit beweisen wollte, dass ein solcher elektronischer Fingerabdruck auf einem Dokument alles andere als sicher sei.

Nun scheint es tatsächlich so, als sei Schäubles Plan gescheitert. Statt der Speicherpflicht der Fingerabdrücke - es sollten die Abdrücke beider Zeigefinger auf den Personalausweis gespeichert werden - ist die Speicherung nun freiwillig.

Der innenpolitische Sprecher der CSU, Hans-Peter Uhl, sagte gegenüber der Zeitung "Neue Osnabrücker Zeitung": "Es läuft darauf hinaus, dass der Bürger selbst entscheiden kann, ob er seine Fingerabdrücke abgibt oder nicht". Durch die freigestellte Abgabe von Fingerabdrücken ließen sich die Ängste in der Bevölkerung zerstreuen, der Staat wolle Stück für Stück den gläsernen Bürger. SPD-Innenexperte Sebastian Edathy argumentierte: "Ein Dokument mit biometrischen Merkmalen wäre für den Bürger teurer als der bisherige Ausweis, brächte aber keinen Sicherheitsgewinn."

Da wird sich der Chaos Computer Club nun sicherlich freuen, schließlich ist es das was sie wollten, keine elektronischen Fingerabdrücke auf Personalausweisen.

Quelle: N-TV
Bild: Woodside (Flickr)

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