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Englische Polizei beschwichtigt Trunkenbolde mit Seifenblasen

In England greift die Polizei im Kampf gegen betrunkene Fußballfans und pöbelnde Randalierer neuerdings zu ungewöhnlichen Mitteln, nämlich Seifenblasen. Und das ist nicht der Codename für ein neuartiges Pfefferspray oder irgendwelche modernen Gummiknüppel. Nein, damit sind tatsächlich Seifenblasen gemeint, die faszinierenden runden Kugeln, die man aus einem dünnen Film Seifenwasser blasen kann.

Die Behörden der englischen Stadt Bolton statten ihre Polizisten ab sofort mit Seifenblasen-Fläschchen aus. Diese werden an den Wochenenden vor Weihnachten an Party-, Pub- und Discothekengänger verteilt. Die Hoffnung besteht darin, dass Betrunkene und Randalierer sofort fasziniert sind und sich mit den Seifenblasen beschäftigen. Ablenkungsmanöver zur Gewaltprävention also? An vielen Orten auf der Welt wird die Stadt Bolton natürlich belächelt, die Verantwortlichen aber glauben an ihr Konzept. Elaine Sherrington von der Kommunalverwaltung sagte: "Seifenblasen sind eine großartige Idee, um die Dinge von der leichten Seite zu sehen. Nachtschwärmer haben so etwas Spaß, auf den sie sich konzentrieren können, wenn sie Pubs und Clubs verlassen."

Seifenblasen sind aber nicht die einzigen Mittel, mit denen in England das Verletzungsrisiko der trinkenden Bevölkerung gemindert wird. Vor kurzem gab man im südenglischen Torbay bekannt, flache Strandschuhe an Damen auf der beliebten Partymeile zu verteilen. Damit soll verhindert werden, dass sie aus einer Discothek heraustorkeln und sich auf ihren High Heels die Beine brechen.

Ob Seifenblasen oder Strandschuhe, das klingt erst mal alles wie ein Witz. Eigentlich scheinen die Aktionen der englischen Polizei aber wohlüberlegt zu sein und wer weiß, bei entsprechenden Erfolgen werden vielleicht bald schon hierzulande die Betrunkenen mit Seifenblasen spielen.

Quelle: DerStandard.at, tagesschau.de
Bild: Jeff Kubina (Flickr)

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