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Erdbeben verschiebt das Land Japan und die gesamte Erdachse

Unglaublich aber wahr – das schwere Erdbeben der Stärke 8,9 hat nicht nur verheerende Katastrophen über Japan gebracht, es hat auch zu einer Verschiebung der gesamten Erdachse geführt. Die schier unfassbaren Zerrüttungen in den Erdplatten haben zudem auch die Landmasse der japanischen Insel verändert, um mehr als zwei Meter verschob sich Japan auf der Landkarte.

Wie Spiegel.de mit Verweis auf das italienische Institut auf Geophysik und Vulkanologie berichtet, wurde die Verschiebung nun durch das Satelliten-Navigationssystem GPS gemessen. Zusätzlich hat die Verschiebung der Erdachse um zehn Zentimeter eine tatsächliche Verkürzung des Tages auf der Erde zur Folge. Durch das Erdbeben verkürzte sich nun die Umrundung der Erde um die Sonne um messbare 1,26 Mikrosekunden.

Dieses Phänomen ist allerdings kein Novum – doch die Verschiebung der Landmassen und der Erdachse ist die größte, die jemals gemessen wurde. Beim großen Erdbeben von Chile im Jahre 1960 wurden ähnliche Dimensionen gemessen, Japan aber stellt nun noch einmal alles in den Schatten.

Um sagenhafte 2,4 Meter verschob sich nun die Hauptinsel Japans, welche ungeahnten Kräfte dafür notwendig waren, kann man sich leicht vorstellen. Indes erschüttern immer wieder kleine Nachbeben bis zur Stärke 6,2 die gebeutelte Region, die Angst vor weiteren noch größeren Beben ist nach wie vor vorhanden. Die Verschiebung der Erdachse durch das dramatische Erdbeben ist da im Zuge der immensen Verwüstungen fast schon eine Randnotiz.

Bild: Twicepix(Flickr), YouTube

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