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Erdbeben in Chile aktuell: Mindestens fünf Tote nach Beben, Tsunami-Warnung weiterhin in Ecuador und Honduras

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Erdbeben in Chile aktuell: Nach einem schweren Beben der Stärke 8,2 hat eine Flutwelle den Norden in Chile erreicht - mindestens fünf Menschen sollen dabei getötet worden sein.

Am Dienstagabend um 20.46 Uhr Ortszeit hat ein schweres Erdbeben die nördliche Küste von Chile erschüttert und die Angst vor einem Tsunami ging um im Pazifik: Chile und Peru haben die Tsunami-Warnung mittlerweile wieder aufgehoben, in Ecuador und Honduras gilt noch immer der Notstand. Hunderttausende Anwohner sind vorsorglich evakuiert worden, mindestens fünf Todesopfer sind verzeichnet worden.

In Chile waren die ersten Wellen von bis zu zwei Metern Höhe eingetroffen. Wegen der Gefahr, die von den Flutwellen ausging, war daraufhin umgehend eine Evakuierung der Region angeordnet worden. Mindestens fünf Menschen sind in Chile ums Leben gekommen.

Das Epizentrum des schweren Erdbebens der Stärke 8,2 lag laut USGS rund 99 Kilometer von der nordchilenischen Hafenstadt Iquique entfernt. Das Seebeben im Pazifik brachte auch mehrere Gebäude in einigen Teilen der Nachbarländer Bolivien sowie Peru ins Schwanken. Die US-Erdbebenwarte hat eine Beben-Tiefe von zehn Kilometern angegeben, die chilenischen Behörden sprachen hingegen von sogar mehr als 46 Kilometern Tiefe.

Zehn starke Nachbeben wurden in den Stunden nach dem ersten Beben verzeichnet worden, eines davon mit der Stärke 6,2. An einigen Orten war es durch das Erdbeben und die Nachbeben auch zu Erdrutschen gekommen, welche etliche Straßen blockierten.

Um 07.26 Uhr mitteleuropäischer Zeit ist in Peru und Chile die Tsunami-Warnung wieder aufgehoben worden. Nur eine halbe Stunde zuvor, gegen 07 Uhr morgens, seien die Wellen, welche auf die chilenische Küste trafen, nach Angaben der US-Erdbebenwarte noch bis zu mehr als zwei Meter hoch. Um 06.42 Uhr war in Chile der Tsunami-Alarm ausgerufen worden, die Menschen flüchten sich ins Freie.

Kurz zuvor, gegen 06.35 Uhr, gab es erste Todesopfer. Von mindestens fünf Toten ist die Rede, die bei dem Beben vor der nördlichen Pazifikküste in Chile ihr Leben verloren. Es soll sich um vier Männer und eine Frau handeln, die in den Städten Iquique sowie Alto Hospicio gestorben seien, so hatte der Innenminister Rodrigo Peñalillo mitgeteilt. Die Opfer hätten entweder Herzinfarkte erlitten oder sie seien von herabfallenden Trümmerteilen erschlagen worden.

Die Behörden in Chile hatte noch am Dienstagabend Ortszeit (gegen 05.48 Uhr mitteleuropäischer Zeit) eine großflächige Evakuierung wegen der meterhohen Wellen nach dem starken Erdbeben vor der Küste im Norden Chiles angeordnet. Die Wellen , die auf die Küste trafen, waren mehr als zwei Meter hoch. Größere Schäden sollen sie aber nicht angerichtet haben, die Behörden haben aber noch keinen vollen Überblick über die genaue Situation vor Ort. Die Präsidentin Michelle Bachelet werde die Situation im Land weiter im Auge behalten, so der Innenminister Rodrigo Penailillo. Hunderte Soldaten sollen schon in das Erdbebengebiet gesandt worden sein. In Kürze werde ausserdem eine Maschine mit einer 100-Mann starken Spezialeinheit in der Region eintreffen.

Chile gehört zu den weltweit anfälligsten Ländern für Erdbeben. Vor vier Jahren, im Jahr 2010, kosteten ein Beben der Stärke 8,8 und ein darauf folgender Tsunami mehr als 500 Personen das Leben und 220 000 Häuser waren zerstört worden. Der bisher verheerendste Erdstoß, welcher jemals registriert worden ist, ereignete sich 1960 in Chile. Ein Beben der Stärke 9,5 tötete damals mehr als 5000 Menschen.

In den vergangenen zwei Wochen hat in der abgelegenen Nordküste von Chile die Erde bereits mehr als einhundert mal gebebt. Ob diese ungewöhnlich hohe Zahl der Erdstöße ein Vorbote sein könnte für eine mögliche Katastrophe, können die Forscher aber bislang noch nicht sagen.

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