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Erdbeben in China: Zahl der Toten steigt weiter

Das Erdbeben, das sich am Mittwochmorgen in Tibet in Nordwestchina ereignete, nimmt immer schlimmere Ausmaße an. Inzwischen hat sich die Zahl der Toten gegenüber ersten Meldungen verdoppelt. Die Bedingungen für die Rettungstrupps sind denkbar schlecht. Aber es gibt auch Lichtblicke.

Denn die Helfer, die teilweise mit bloßen Händen in den Trümmern von Yushu in der Provinz Qinghai graben, haben bisher 900 Überlebende geborgen. Es könnten vielleicht noch mehr sein, es stehen aber laut WELT online weder Bagger noch andere Räumgeräte zur Verfügung. Die Zahl der Toten stieg derweil auf genau 589 an. Fast 10.000 sind verletzt.

Die Bewohner der Provinz flüchten aus dem Katastrophengebiet. Im chinesischen Fernsehen waren Bilder zu sehen, wie die Tibetaner und Chinesen auf Kleinlastern, Pkw oder Traktoren das Gebiet fluchtartig verlassen. Andere Bewohner dagegen unterstützen die Rettungstrupps und beteiligen sich an den Sucharbeiten, wie es Präsident Hu Jintao von den Bürgern gefordert hat.

Die chinesische Regierung stellte bisher 21 Millionen Euro als Nothilfe zur Verfügung. Viel zu wenig, wie sich schnell herausstellte. Bisher sind 6.000 Soldaten, Rettungsspezialisten und Mediziner in die Provinz Qinghai gesandt worden. 5000 Zelte, sowie 50.000 Decken und Mäntel sollen schlimmste Not lindern. China wird aber wohl noch Hilfe von den Vereinten Nationen, Japan und der EU bekommen. Es scheint so, als ob das riesige asiatische Land die Auswirkungen des schweren Erdbebens in China alleine nicht bewältigen kann.

AKUTALISIERUNG 15:15 UHR

Inzwischen hat die Zahl der Todesopfer die 600er-Marke überschritten. Derzeit beziffern die Rettungstrupps die Zahl der Toten auf 617. Die Helfer suchen weiter fieberhaft nach Überlebenden, etwa 300 Chinesen werden noch vermisst. Laut FOCUS online wird die Suche aber durch eine klirrende Kälte behindert.

Laut den Behördern der betroffenen Provinz Qinhai hat das Erdbeben, das eine Stärke von 7,1 auf der Richterskala erreichte, über 15.000 Gebäude zerstört. Mehr als 100.000 Menschen sind dadurch obdachlos geworden. 'Es sieht hier aus wie in einem Kriegsgebiet', sagte Hotelmanager Ren Yu, der ein Hotel in der betroffen Stadt Jiegu betreibt. Sechs Nachbeben mit Stärken bis zu 5,0 auf der Richterskala, die in weniger als drei Stunden noch mehr Zerstörung anrichteten, sorgten außerdem für weitere Panik in der eh schon aufgeschreckten chinesischen Bevölkerung.

Bild: YouTube

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