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Erdbeben: Türkei befürchtet bis zu tausend Opfer

  • tagesschau.de

Nach dem Erdbeben der Stärke 7,2 in der Provinz Van im Süd-Osten der Türkei ist Presseberichten zufolge die Zahl der Opfer bereits auf 217 gestiegen: Doch Experten rechnen mit bis zu 1000 Toten.

Rettungs-Teams haben in der Nacht nach Überlebenden gesucht und von Hilferufe aus den Trümmern berichtet. Mehr als 1000 Verletzte sind geborgen worden. Viele Hundert sind vermutlich noch unter Trümmern eingeschlossen.

Bis in den morgen hat es mehr als 100 Nachbeben gegeben, darunter eines der Stärke 6,0, weshalb die Menschen nicht in ihre Wohnungen zurück durften. Hilfsorganisationen stellten Zelte und mobile Küchen im Freien zur Verfügung. In die Provinz Van wurden, nach Angaben der türkischen Regierung, mehr als 1200 Helfer geschickt um die Unglücksorte von Trümmerteilen zu befreien. Auch die Armee ist im Einsatz.

Die Rettungsarbeiten nach dem Erdbeben in der Türkei laufen auf Hochtouren, doch die Zeit arbeitet gegen die Helfer: Durst, Hunger und zunehmende Kälte – Van befindet sich auf 1700 Meter höhe - bedrohen die Verschütteten. Besonders schwer betroffen wurde die Stadt Ercis an der iranischen Grenze. Hier sind mindestens 117 Menschen ums Leben gekommen.

Die türkische Regierung erklärte, in dem Erdbebengebiet seien außerdem insgesamt 970 Gebäude zerstört worden. Aus einem Gefängnis in Van flohen zudem 150 Häftlinge, nachdem dort eine Mauer zusammengebrochen war.

Die Türkei wird immer wieder von Erdbeben betroffen. Das gestrige Beben zählt zu den heftigsten der vergangenen Jahrzehnte. Vor zwölf Jahren kamen bei zwei Erdbeben im Westen der Türkei rund 20.000 Menschen ums Leben.

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