Excite

Erdbeben und Tsunamis auf Sumatra und Samoa

Innerhalb von gerade einmal 17 Stunden kam es zwischen Dienstagabend und Mittwoch (unserer Zeit) zu zwei teilweise katastrophalen Naturkatastrophen. Erst löste ein Seebeben im Pazifik einen Tsunami aus, der die Insel Samoa verwüstete, dann führte ein schweres Erdbeben auf Sumatra zu Verwüstungen und zahlreichen Toten. Ein Zusammenhang zwischen den mehrere Tausend Kilometer entfernten Inseln aber wird weitestgehend ausgeschlossen.

Um genau 20.04 Uhr mitteleuropäischer Zeit schlug das funktionierende Tsunami-Frühwarnsystem zum ersten Mal im west-pazifischem Ozean Alarm. Nur sechzehn Minuten zuvor hatte ein Seebeben mit der Stärke 8,3 den Grund des Meeres erschüttert und diesen wohl ruckartig um zehn Meter angehoben. Obwohl das Frühwarnsystem perfekt funktionierte, war die Zeit einfach zu kurz, um die Menschen auf Samoa noch ausreichend warnen zu können.

Als die ersten Meldungen eintrafen, hatte die erste Flutwelle die Küste von Samoa bereits verwüstet – zahlreiche Dörfer wurden komplett zerstört, die Behörden sprechen mittlerweile von mehr als 120 Toten. Da das Epizentrum gerade einmal elf Minuten von der Küste entfernt war, fehlte schlicht die Zeit für Evakuierungen, so die offizielle Version derzeit.

Noch einmal deutlich mehr Opfer forderte das schwere Erdbeben auf Sumatra – die Insel im indischen Ozean nahe Malaysia wurde am Mittwoch von Erdbeben der Stärke 6,8 erschüttert. Allein über 500 Häuser stürzten rund um die Stadt Padang ein und begruben zahlreiche Menschen unter sich. Ersten Schätzungen zur Folge muss mit bis zu 467 Todesopfern gerechnet werden, viele weitere Hunderte wurden teilweise schwer verletzt.

Da in den nächsten Tagen mit weiteren Nachbeben gerechnet werden muss, könnte die jetzige Erdbebenkatastrophe auf Sumatra sogar wieder so dramatisch werden, wie die großen Beben von Yogyakarta in 2006. Die Region um Sumatra gilt als die geologisch aktivste Region der Welt – sie läuft entlang einer kontinentalen Bruchlinie, die bereits im Jahre 2004 für den Tsunami verantwortlich war, der 230.000 Menschen das Leben kostete.

Quelle: Zeit-Online, Spiegel.de
Bild: YouTube, YouTube

Deutschland - Excite Network Copyright ©1995 - 2016