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Erdrutsche und Überflutung in Brasilien

Schwere Unwetter und Regenfälle haben ein Chaos in Rio de Janeiro angerichtet. Durch Erdrutsche sind mindestens 95 Menschen ums Leben gekommen, 100 weitere Brasilianer verletzten sich, teilweise schwer.

Die Regenfälle nahmen in denn letzten Tagen Rekordausmaße für Brasilien an. In 24 Stunden fielen laut FOCUS online 28 Zentimeter Regen, so viel wie noch nie in der Geschichte des südamerikanischen Landes. Die Folge waren riesige Schlammmassen, die vor allem die Slumgebiete von Rio zerstörten. Wie Kartenhäuser fielen Holzhütten und Betonbehausungen in sich zusammen.

Nun herrscht Ausnahmezustand in Rio. Die Schulen schlossen und die meisten Geschäfte machten dicht. Bürgermeister Eduardo Paes forderte alle Einwohner der 6 Millionen-Metropole auf, zu Hause zu bleiben. Die Straßen sind derzeit noch überschwemmt, ein Fortkommen ist praktisch unmöglich. Zumal es am Mittwochmorgen erneut anfing zu regnen.

Der brasilianische Präsident Luiz Inácio Lula da Silva ist anscheinend jetzt schon mit seinem Latein am Ende, denn er forderte seine Landsleute dazu auf zu beten. Vor Journalisten sagte er, dass dies die schlimmste Überschwemmung in der Historie Brasiliens sei. Und fügte ernsthaft an: 'Und wenn der Herr dort oben nervös ist und es regnen lässt, können wir ihn nur bitten aufzuhören.'

Für die WM 2014 in Brasilien und die Olympischen Sommerspiele 2016 sieht das Staatsoberhaupt aber keine Gefahr. Die Monate Juni und Juli seien erfahrungsgemäß ruhiger. Vielleicht ist dies aber nur eine Schutzbehauptung, angesichts der derzeitigen Erdrutsche in Rio de Janeiro.

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