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Erhöhter Sextourismus - Schuld der Billigflieger?

Sextourismus steigt und die Billigflieger sind schuld? Mit den Billigfliegern kommt man kostengünstig fast überall hin, was natürlich viele nutzen. Dass das nicht nur die Konkurrenz ärgert, welche mit den Billigflieger-Preisen nicht mithalten können, wurde in den letzten Tagen deutlich.

So gibt die europäische Polizeibehörde Europol den Billigfluglinien nun eine Mitschuld am Anstieg des Sextourismus. So erläuterte der Europol-Chef Max-Peter Ratzel gegenüber der "Neuen Osnabrücker Zeitung", dass die Reduzierung der Flugpreise und die strengere Gesetzgebung in den westlichen Ländern zu wachsenden Zahlen von Sextouristen führen würde. Damit würden Sextouristen nämlich nun auch ferne Reiseziele billig erreichen.

Europol beobachtet seit langem das Problem Sextourismus, welches vor allem Kontinente und Länder mit ärmlichen wirtschaftlichen Bedingungen betrift, wobei Kambodscha zunehmend dazu gehört. Auch die Kinderschutzorganisation "terre de hommes" beobachtet eine Sextourismus- Entwicklung von den klassischen Zielen wie Thailand und Sri Lanka hin nach Kambodscha und Vietnam, was allerdings vor allem auf die schärferen Interventionen in anderen Ländern beruht.

Daher ist es sehr fraglich, ob die Billigflieger tatsächlich eine Mitschuld beim Anstieg von Sextourismus trifft, zumal die Billig-Airlines die oben genannten Länder, welche doch eher als Fernreisen angesetzt werden, nicht im Repertoire haben.

Quelle: Welt-Online
Bild: Christopher Schmid (Flickr)

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