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Erschreckend: Noch fünf Länder führen Kinderhinrichtungen durch

In fünf Staaten werden gegenwärtig noch Kinder hingerichtet. Diese schockierende Ergebnis ergab eine Untersuchung der Menschenrechtsorganisation "Human Rights Watch". Das internationale Recht verbietet derartige Maßnahmen strikt. Die Vereinten Nationen legen in den Kinderrechtskonventionen fest: "Für Straftaten, die von Personen vor Vollendung des achtzehnten Lebensjahrs begangen worden sind, darf weder die Todesstrafe noch lebenslange Freiheitsstrafe ohne die Möglichkeit vorzeitiger Entlassung verhängt werden."

Umso erschreckender, dass manche Länder sich darüber hinwegsetzen. Dem Bericht der "Human Rights Wacht" zufolge gab es seit 2005 einige Hinrichtungen von Kindern oder Jugendlichen. In Saudi-Arabien und dem Sudan wurden je zwei Jugendliche hingerichtet, in Pakistan und im Jemen kam es zu einer Hinrichtung eines Kindes. Im Iran werden noch immer zahlreiche Todesstrafen vollstreckt, wir berichteten über Massenhinrichtungen in Teheran. Obwohl das Land die UNO-Vereinbarungen unterzeichnete, wurden dort seit 2005 auch insgesamt 26 Kinder und Jugendliche hingerichtet. Iranische Mädchen gelten bereits mit 9 Jahren als volljährig, Jungen mit 15.

Die "Human Rights Watch" richtete sich nun ausdrücklich an die Vereinten Nationen. Auf der UN-Vollversammlung in der kommenden Woche müssten unbedingt Schutzmaßnahmen für die Kinder in solchen Ländern beschlossen werden. Clarisa Bencomo, Expertin der "Human Rights Watch" für Kinderrechte im Nahen Osten, sagte: "Wir sind nur fünf Staaten entfernt von einem vollständigen Bann der Todesstrafe bei Jugendlichen." Offen bleibt, ob die Länder nach Reformen auch aufhören würden, Hinrichtungen an Kindern zu vollstrecken.

Quelle: tageeschau.de
Bild: YouTube

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