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Erstes Gesetz gegen Cybermobbing tritt in Kraft

Nachdem vor knapp zwei Jahren die damals 13-jährige Megan Meier aus Missouri in den Vereinigten Staaten Selbstmord beging, nachdem sie im Internet terrorisiert wurde, tritt nun das weltweit erste Gesetz gegen das sog. Cybermobbing in Kraft.

Als erstes Gesetz seiner Art stellt es Hetze und persönliche Attacken auf Online-Portalen unter Straftatbestand und gibt Staatsanwälten so erstmals ein wirkungsvolles Instrumentarium zur Hand. Gerade durch den Fall Megan Meier war augenscheinlich geworden, dass es besonders daran gemangelt hatte.

Damals war Megan Meier auf besonders harte Weise Opfer von Cybermobbing geworden. Eine deutlich ältere Nachbarin hatte sich mit einer falschen Identität in das Leben von Megan Meier gemischt und diese im Anschluss hartnäckig und übel angegriffen – angeblich, um ihr eins auszuwischen.

Megan Meier zerbrach daran und nahm sich das Leben, da sie anscheinend zwischen Realität und Virtualität keinen Unterschied mehr machen konnte. Besonders fatal an dem Fall war, dass die Ankläger kein passendes Gesetz hatten, dass ihnen eine erfolgreiche Verurteilung hätte garantieren können.

Die Empörung über den spektakulären Fall hat nun dazu geführt, dass Missouris Gouvernour Matt Blunt nun erstmals ein Gesetz gegen Cybermobbing und jede Form von Online-Attacken erlassen hat. Blunt sagte: “Soziale Netzwerke und andere Technologien haben Kriminelle und Drangsalierern neue Möglichkeiten gegeben, sich auf ihre Opfer, insbesondere Kinder, zu stürzen. Dieses neue Cybermobbing Gesetz wird sicherstellen, dass uns die nötigen Schutzmöglichkeiten zur Verfügung stehen.

Quelle: Spiegel-Online
Bild: YouTube

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