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ESA: Rosetta auf Doppel-Kometen "Tschuri" gelandet

  • ESA Rosetta Mission / Twitter

Es war ein Himmelfahrtskommando, was in der Raumfahrt so noch nicht vorkam, die Europäische Raumfahrtbehörde ESA schickte eine Sonde ins Weltall, die einen Roboter auf einem Kometen landen lassen sollte. Dies ist nun geglückt. Sicher setzte Roboter "Philae" auf dem Kometen "Tschuri" auf. Nun gehen die Forschungsarbeiten der Wissenschaftler in der ESA-Zentrale in Darmstadt los.

Vor zehn Jahren wurde Rosetta losgeschickt. So lange dauerte der Flug bis zu dem Kometen. 500 Millionen Kilometer ist der Komet von der Erde entfernt. Nun ist das Jahrzehnt um und "Philae" konnte sicher landen. Doch das war nicht so einfach, denn "Tschuri" entpuppte sich als Doppelkomet, der nicht, wie erwartet, rund ist. Dennoch hat der Roboter es geschafft, um 17:02 Uhr auf dem riesigen Brocken aus Eis, Staub und Stein aufzusetzen. Nun bohrt er sich in den Untergrund fest.

Weitere Probleme bereitete der Komet, weil er aktiv wurde. Je näher er der Sonne kommt, desto mehr löst er sich auf. Dadurch entstehen gefährliche Gas- und Staubfontänen. Doch "Philae" trotzte dem Kometen, der mit vollem Namen "67P/Tschurjumow-Gerassimenko" heißt. Um 9:35 Uhr löste sich der Roboter von der Sonde "Rosetta". Die Meldung kam allerdings erst gegen 10 Uhr in Darmstadt, weil die Info so lange brauchte, um den Weg aus dem Weltall auf die Erde zu finden.

Die Mission, die etwa 1 Milliarde Euro kostet, soll nun herausfinden, ob das Leben auf der Erde eventuell durch Kometen entstand. "Philae" soll Fotos schicken, mit denen die Wissenschaftler dann herausfinden können, ob die Gesteinsbrocken vielleicht Wasser auf die Erde brachten. Außerdem erhofft sich ESA durch "Philae" und "Rosetta" neue Erkenntnisse, wie man Kometen, die auf die Erde zu rasen, erfolgreich bekämpfen und zerstören kann.

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