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ETA-Anschläge auf Mallorca gehen weiter – drei Explosionen am Sonntag

Die baskische Untergrundorganisation ETA ist so aktiv wie schon lange nicht mehr – nach einem ersten tödlichen Anschlag in der Stadt Burgos und einer weiteren Explosion auf der Ferieninsel Mallorca vergangenen Donnerstag kam es nun am Sonntag zu drei weiteren Explosionen in der Inselhauptstadt Palma.

Zwar wurde diesmal insgesamt niemand bei den Anschlägen verletzt, dies dürfte aber lediglich äußerst glücklichen Umständen geschuldet sein. Denn hatte die ETA in der Vergangenheit bei ihren Bombenwarnungen immer stets auch den genauen Ort der Explosion genannt, so verzichtete sie bei den jüngsten Anschlägen auf diese Praxis vollkommen.

Laut Angaben von Tagesschau.de gab es zwar von Seiten der Untergrundorganisation eine Warnung, keinen Hinweis aber darüber, wo genau die Sprengsätze hochgehen würden. Lediglich eine ungefähre Uhrzeit zwischen 14 und 18 Uhr nannte die ETA – was folgte war ein inselweiter Großalarm, der wohl dabei half, das schlimmste zu vermeiden.

Die erste Explosion ereignete sich auf der Damentoilette eines vollbesetzten Restaurants. Gäste berichteten, es habe vorher keinerlei Warnung gegeben. Bei der intensiven Suche mit Spürhunden fanden die Polizisten nur einige Minuten später einen Sprengsatz in einer nah gelegenen Bar und brachten diesen zur gezielten Detonation.

Dann die dritte Explosion gegen 18 Uhr in einem unterirdischen Kaufhaus direkt an der Plaza Mayor – auch hier gibt es keine Verletzten, da die Polizei vorher sämtliche Kaufhäuser evakuiert hatte. Mit großer Fahndung sucht die Polizei nun nach den Tätern der ETA. Unterdessen rät das Auswärtige Amt deutschen Touristen, Menschenansammlungen zu vermeiden. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass der ETA-Terror auf Mallorca noch weiter geht.

Bild: YouTube

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