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EU-Drogenstudie: 13 Millionen Europäer kiffen

Die 700-seitige veröffentlichte EU-Drogenstudie der Europäischen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (EBDD) gibt preis, dass mehr als 13 Millionen Europäer Cannabis konsumiert haben. So hat außerdem schätzungsweise jeder fünfte europäische Erwachsene Cannabis mindestens einmal in seinem Leben probiert.

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung Sabine Bätzing teilte mit, dass allein in Deutschland etwas 600.000 junge Menschen Cannabis in gesundheidschädlicher Weise konsumiert hätten und die Zahl der Abhängigen steige. "Die Folge des Cannabiskonsums sind gesundheitliche, psychische und soziale Beeinträchtigungen. Die Droge beginnt, das Leben der betroffenen Jugendlichen zu kontrollieren", warnt sie.

Gemäß der EBDD-Studie stammen 80% des in Europa sichergestellten Haschischs aus Marokko. Der Schmuggel der Droge aus Thailand, Afghanistan, Pakistan und aus einigen zentralasiatischen Staaten sowie ehemaligen Sowjetrepubliken nehme allerdings zu. Auch habe der häusliche Anbau von Cannabis in Europa innerhalb des vergangenen Jahrzehnts den Markt in Europa verändert. In Großbritannien mache das im Inland angebaute Haschisch bereits die Hälfte des Angebots aus.

Und auch in Deutschland werde Cannabis zunehmend in Freiluft-Großplantagen sowie in häuslichen Profianlagen hergestellt, teilte Bätzing mit. Letztes Jahr wurden 82 Plantagen im Freien sowie 326 in Gebäuden versteckte Groß- und Kleinplantagen aufgespürt.

Die Preise für ein Gramm Haschisch schwanken laut EU-Studie innerhalb Europas von 1,40 Euro in Spanien bis 21,50 Euro in Norwegen. Auch die Gesetzeslage ist in den Ländern Europas, laut Studie, unterschiedlich und reicht von Straffreiheit bis zu harten Strafen für Besitz und Konsum der Droge Cannabis.

Quelle: N-TV
Bild: Shamil Khakirov (Flickr)

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