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Europawahl 2014 Prognose: Welche Parteien wählen die EU-Länder ins Europaparlament?

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Europawahl 2014 Prognose: Welche Parteien wählen EU-Länder wie Deutschland und Österreich ins Europaparlament? Die Niederlande und Großbritannien begannen am Donnerstag die Wahl, die meisten Länder, so auch Deutschland und Österreich, werden am Sonntag, den 25. Mai 2014 zur Europawahl aufgerufen. Irland und Tschechien begeben sich am Freitag, den 23. Mai zur Wahlurne.

Die Europawahl 2014 ist die zweitgrößte demokratische Wahl, die es je gegeben hat: Insgesamt 400 Millionen Wahlberechtigte wählen die neuen Abgeordneten für das Europaparlament. In Deutschland wird am Sonntag gewählt, am heutigen Donnerstag aber geben schon mal die Briten und die Niederländer ihre Stimmzettel ab.

Europawahl 2014 Prognose für Tschechien:

Das interessante hier: Es gibt keine Prognose für Tschechien! Wahlprognosen haben in Tschechien keine Tradition. Die Stimmen werden einfach ganz brav ausgezählt und bis dahin wird abgewartet. Für die tschechische Politik dient die Europawahl dann auch gleich noch als Stimmungsbarometer für die Landespolitik. Und obwohl am Freitag, den 23. Mai abgestimmt wird, werden die Ergebnisse erst am Sonntag, den 25. Mai 2014 bekannt gegeben.

Europawahl 2014 Prognose für Großbritannien:

Großbritannien gilt als traditionell europakritisch. Die Wähler bestimmen bei der Europawahl 2014 73 neue Europaabgeordnete. Die Demoskopen erwarten in Großbritannien ein starkes Abschneiden der Rechtspopulisten UKIP mit dem Vorsitzenden Nigel Farage. Die rechtsgerichtete Partei sammelt Stimmen mit Themen wie dem Austritt Großbritanniens aus der EU und dem heiklen Thema der Zuwanderung. Umfragen zufolge könnte die UKIP damit bis zu 30 Prozent der Stimmen bekommen.

Europawahl 2014 Prognose für die Niederlande:

In den Niederlanden sind 12,5 Millionen Bürger wahlberechtigt und sie werden für das Europaparlament 26 Abgeordnete wählen. Auch hier könnten rechtsgerichtete Parteien das Rennen machen, denn wie in Großbritannien sind viele Niederländer sehr europakritisch eingestellt. Es gibt allerdings auch Befürworter, so die linksliberale D66. Demoskopen erwarten in den Niederlanden ein Kopf-an-Kopf-Rennen der D66 und der rechtspopulistischen Partei für die Freiheit (PVV) mit Geert Wilders.

Wahlomat zur Europawahl 2014

Europawahl 2014 Prognose für Deutschland:

Laut Umfragen ist den meisten Deutschen die Europawahl 2014 ziemlich egal. Mehr als die Hälfte, rund 60 Prozent der Wahlberechtigten interessieren sich wenig oder sogar gar nicht für die EU-weite Abstimmung.

Umfragen zufolge wissen die meisten nicht mal, wann genau die Europawahl 2014 stattfindet, geschweige denn, für wen sie stimmen sollen. Entsprechend müde geben sich die Parteien beim Wahlkampf. Martin Schulz von der CSU könnte mit seinen Attacken gegen Einwanderer aus Bulgarien und Rumänien Erfolg haben, er liegt im Moment vor seinem Konkurrenten Jean-Claude Junckervon der konservativen Europäischen Volkspartei (EVP). Aber damit nicht genug: Auch die eurokritische und EU-skeptische AfD, die Alternative für Deutschland, liegt mit Slogans wie "Wir sind nicht das Weltsozialamt" bei Umfragen mit 7 Prozent recht weit vorn.

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Europawahl 2014 Prognose für Österreich:

Auch in Österreich spielen die Rechtspopulisten verrückt: Als klarer Favorit galt eigentlich Andreas Mölzer vom Rechtsaußenflügels der FPÖ. Allerdings entgleiste dieser in der Vergangenheit derart oft, dass sogar seine eigene Partei ihn zum Rückzug drängten. Der einstige Europawahl-Spitzenkandidaten Andreas Mölzer hatte die Europäische Union mit dem Nazi-Regime verglichen und dann auch noch vor einem "Negerkonglomerat" in Europa gewarnt. Es ist zu hoffen, dass die FPÖ nun keine Chancen mehr hat. Vor fünf Jahren gewann die konservative ÖVP die Europawahl - mit einem klar europafreundlichen Wahlkampf.

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