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EU-Sondergipfel: Neues Führungsduo nominiert

Die EU-Politiker scheinen es plötzlich ganz eilig zu haben. Nach wochenlangem Gezerre um die zwei wichtigsten Posten in der EU, geht es auf dem EU Sondergipfel in Brüssel plötzlich sehr schnell. Die Politiker schlugen die Britin Catherine Ashton (Labour) als EU-'Außenministerin' und den belgischen Ministerpräsidenten Herman van Rompuy für das Amt des EU-Ratspräsidenten vor.

Der britische Premierminister Gordon Brown ist wohl verantwortlich dafür, dass eine schnelle Einigung erzielt werden konnte. Die Tagesschau berichtet, dass der Fraktionsvorsitzender der Sozialdemokraten im Europa-Parlament Martin Schulz sagte, Brown habe darauf verzichtet, weiterhin an Tony Blair als EU-Ratspräsidenten festzuhalten. Blair sei Browns Favorit für den Posten gewesen. Martin Schulz bezeichnete diese Einigung als 'Durchbruch'.

Damit ist nun der Weg frei für die Britin Catherine Ashton. Sie gilt nach Blairs Rückzug jetzt als Favoritin auf das sehr wichtige Amt der EU-'Außenministerin'. Die acht sozialdemokratischen Regierungsschef der EU schlugen die Labour-Politikerin einstimmig vor. Da die konservativen EU-Regierungschefs das Vorschlagsrecht den Sozialdemokraten überließen, dürfte die Wahl von Ashton nur noch Formsache sein.

Das zweite wichtige Amt in der EU geht wohl nach Belgien an den dortigen Ministerpräsident Herman van Rompuy. Bevor er zum EU Sondergipfel nach Brüssel fuhr, machte van Rompuy deutlich, dass er sich auf nationaler Ebene von der Politik verabschieden werde. Der 62-Jährige wolle sich nun der internationalen Politik in der EU widmen. Er gilt als Favorit für den Posten des EU-Ratspräsidenten. Damit dürften die zwei wichtigsten Posten in der EU besetzt sein.

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