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EU-Verbot für 100-Watt-Glühbirnen

Wer die klassische Glühbirne der Energiesparlampen vorzieht, wird in naher oder ferner Zukunft umrüsten müssen. Denn ab dem 1. September dürfen keine 100-Watt-Lampen mehr produziert und importiert werden und auch der Verkauf matter Glühbirnen muss vollständig eingestellt werden. Damit tritt die erste Phase des Glühbirnenverbots in der EU ein und bringt sowohl Freunde, wie Gegner wegen unterschiedlicher Gründe in Rage.

Den Freunden der EU-Vorschrift, grüne Politiker und Institutionen wie die Detusche Umwelthilfe, ist es ein Dorn im Auge, dass der deutsche Einzelhandel sich nicht besonders beeindrucken lässt und seine Lager mit Glühbirnen jeden Kalibers füllt. Denn vorhandene Lagerbestände dürfen noch abverkauft werden. Dabei ist der Umsatz mit den Stromfressern im Vergleich zum Vorjahr um 34 Prozent und in einigen Baumärkten sogar um 120 Prozent gestiegen.

Dabei hat auch die Energiesparlampe keinen wirklich guten Ruf. Wie der Stern Online berichtet, haben Energiesparlampen einen hohen Blauanteil im Licht, was die Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin unterdrückt und im schlimmsten Fall zu Depressionen und Herzerkrankungen führen kann. Die Fans der Glühbirne bevorzugen das warme Licht dieser, gegenüber dem kalten, sterilen Licht von Energiesparlampen.

Der Tod der Glühbirne scheint aber beschlossene Sache zu sein, denn die Hersteller haben ihre Produktion bereits um 50 Prozent zurückgefahren. Bei dem bekannten Hersteller Osram machen Glühbirnen nur fünf Prozent des Umsatzes aus. Freunde der Glühbirne, müssen aber nicht um ihr Lieblingsleuchtmittel bangen. Je nachdem, wie sehr der Einzelhandel und diverse Baumärkte große Lagerbestände an traditionellen Glühbirnen hamstern, müssen Kunden in den nächsten Jahren oder Jahrzehnten, nicht auf ihr Leuchtmittel der Wahl verzichten.

Bild:fffriendly (Flickr), Florian Eckerstorfer (Flickr)

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