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Experten warten auf Auswirkungen des Sonnensturms

Wissenschaftler auf der ganzen Welt sind in heller Aufruhr - die am Dienstag registrierten enormen Eruptionen auf der Sonne könnten auch bei uns auf der Erde handfeste Auswirkungen haben. Der massive Sonnensturm sorgte dafür, dass eine gigantische Plasmawolke auf den Weg auch in Richtung Erde gebracht wurde. Im schlimmsten Fall könnte dies zu Ausfällen von Satelliten führen, der Zusammenbruch des Navigationssystems GPS wäre dann die Folge. Doch so weit ist es zum Glück noch nicht.

Wie die Sonne selbst besteht die Wolke in erster Linie aus Wasserstoff und Helium. Wenn diese geladenen Teilchen mit ihrer enormen Geschwindigkeit auf die Erdatmosphäre treffen, kommt es zu starken Entladungen. Auch hier drohen Gefahren - so könnten beispielsweise Stromnetze gestört werden, Ausfälle wären die Folge. Und auch für den Flugverkehr gelten erhöhte Alarmstufen.

Bedingt durch das Erdmagnetfeld, das an den Polen seinen Ursprung hat, kann die erhöhte kosmische Strahlung in einigen Gebieten enorm ansteigen. Ist ein Flugzeug dann in großer Höhe unterwegs, sind die Passagiere im ungünstigsten Fall einer Strahlung ausgesetzt, die laut Paolo Ferri vom Satellitenkontrollzentrum ESOC einer 'permantenten Röntgenaufnahme' gleich kommt.

Besonders die sensiblen Messinstrumente an den unzähligen Satelliten im All sind bedroht. Der Plasmasturm, der teilweise mit bis zu 200.000 Kilometern pro Sekunde ins All schießt, kann hier großen Schaden anrichten. Sollte das GPS-System einmal komplett ausfallen, hätte dies massive negative Folgen nicht nur für die Wirtschaft. Doch der Sonnensturm hat vielleicht auch schöne Auswirkungen - so könnte es durchaus dazu kommen, dass in der Nacht vom Donnerstag auch in unseren Breitengraden Polarlichter am Himmel zu erkennen sind...

Quelle: Focus-Online.de

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