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Falcons Ballonfahrt nur PR-Gag?

Die Ballonfahrt des sechsjährigen Falcon Heene, die Amerika über Stunden in Atem gehalten hat, entpuppt sich als großer PR-Gag. Die Familie des kleinen Falcon habe sich dadurch Publicity für ihren selbstgebauten Heliumballon erhofft, vermutet die Polizei.

Sheriff John Alderden, laut RP online: "Eine gute Show hat die Familie für uns abgezogen" und Amerika hat ihnen die Inszenierung abgekauft. Über sechs Stunden zitterte das Land, weil es glaubte, dass der sechsjährige Falcon Heene in bis zu 2000 Meter Höhe in einem Heliumballon umher schwebte. Er war aber gar nicht an Bord.

Diese Geschichte scheint von vorne bis hinten inszeniert gewesen zu sein. Richard Heene, der Vater des Jungen, ist begeisterter Hobby-Wissenschaftler. Und anscheinend ziemlich wild auf öffentliche Aufmerksamkeit. Ein Medienunternehmen hat Heene viel Geld für die Vermarktung der Geschichte um Falcon versprochen. Laut Sheriff Alderden könne nicht ausgeschlossen sein, dass das Unternehmen in den Plan eingeweiht gewesen sei.

Nun ist auch noch ein mehrere Monate alter E-Mail-Verkehr zwischen Heene und dem 25-jährigen Richard Thomas bekannt geworden, in dem der Vater von Falcon von einem ähnlichen PR-Gag sprach. Das Ergebnis sei eine massive Steigerung des Bekanntheitsgrades der Familie Heene. Die Polizei vermutet, dass Heene nur seinen selbst gebauten Heliumballon promoten wollte. Außerdem hätten sich die Eltern für eine Reality-Show empfehlen wollen. Die Heenes haben schon bei der amerikanischen Ausgabe von "Frauentausch" mitgemacht. Nun könnte die TV-Sendung aber eher "Hinter Gittern" heißen, denn den Heenes drohen bis zu drei Jahre Gefängnis oder eine Geldstrafe von bis zu 500.000 Dollar für ihren inszenierten Ballonflug ihres sechsjährigen Sohnes Falcon.

Bild: YouTube

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