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Familiendrama: Olympia-Turner Jürgen Brümmer tötet erst seinen behinderten Sohn und dann sich selbst

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Der Olympia-Turner Jürgen Brümmer soll seinen seit einem Unfall behinderten Sohn erstickt haben, danach stürzte er sich von einer Brücke.

Im Jahr 1988 nahm Jürgen Brümmer an den Olympischen Spielen in Seoul teil und erreichte 19 deutsche Meistertitel im Turnen. Seinen größten Kampf im Leben verlor der Ex-Profisportler aber, er kam mit dem Schicksal seines schwerbehinderten Sohnes nicht zurecht und tötete deshalb zuerst ihn und dann sich selbst.

Im Jahr 2012 änderte sich das Leben der Familie Brümmer auf tragischste Art und Weise. Sohn Simon ging bei Rot über die Ampel, eine Autofahrerin erfasste ihn und seitdem war der Junge ein Pflegefall. Simon konnte weder gehen, noch sprechen. Jürgen Brümmer machte sich vielleicht quälende Vorwürfe. Zwei Jahre lang ertrug er die Situation, doch das Schicksal seines Sohnes hat ihn wohl selbst zermürbt.

Der Vater fasste den Entschluss, erst seinen 15-jährigen Sohn und dann sich selbst zu erlösen. Dabei lief das Leben nach der Sportkarriere eigentlich sehr gut für Jürgen Brümmer. In Baden-Württemberg richtete er sich ein Haus ein lebte dort mit Frau und seinen zwei Söhnen. Er arbeitete als Heilpraktiker und führte seit 1997 eine physiotherapeutische Praxis.

Doch dann passierte der Unfall. Er erstickte seinen schwerstbehinderten Sohn mit den eigenen Händen, dann machte er sich auf den Weg zum 55 Metern Körschtalviadukt und stürzte sich von dieser Brücke in die Tiefe. Jürgen Brümmer und sein Sohn sind nun tot. Er hinterlässt seine Frau und seinen zweiten Sohn, für die der Schmerz nun noch größer sein müssen.

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