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Femen-Aktivistin im Kölner Dom: Nackt auf dem Altar

Am ersten Weihnachtstag hat Femen mal wieder für einen Eklat gesorgt, eine Aktivistin sprang nur mit einem Slip bekleidet auf den Altar des Kölner Doms und störte damit den von Kardinal Meisner gehaltenen Gottesdienst massiv - nach nur wenigen Minuten wurde sie von den Sicherheitskräften abgeführt und bis zum Ende der Messe in Gewahrsam genommen.

Eigentlich sollte es ein ruhiger Weihnachtsgottesdienst werden, Erzbischof Joachim Meisner feierte außerdem noch seinen 80. Geburtstag. Um 10:05 riss sich die Aktivistin ihren Ledermantel vom Leib und sprang nackt auf den Altar. Auf ihren Körper hatte sie "I am God" ("Ich bin Gott") gemalt. Es handelt sich dabei um das bekannte Femen-Mitglied Josephine Witt aus Hamburg.

Witt sorge im Mai für Aufmerksamkeit, als sie beim Femen-Protest in Tunis verhaftet und für vier Monate eingesperrt bleiben sollte. Nach diplomatischen Verhandlungen kam sie im Juni allerdings wieder frei. Die 20-Jährige nahm aber auch schon an Aktionen gegen Wladimir Putin teil. Normalerweise treten Femen-Aktivistinnen im Rudel auf, aber für den Kölner Dom sei von Anfang an ein Mono-Protest geplant gewesen. Damit habe Femen International gegen das Machtmonopol der katholischen Kirche protestieren wollen, sagte Witt der dpa.

Nachdem die Nacktprotestlerin abgeführt wurde, setzte Erzbischof Joachim Kardinal Meisner den Gottesdienst fort. Man wolle Weihnachten feiern und sich das Fest nicht verderben lassen. Der betagte Erzbischof ist eine Reizfigur der katholischen Kirche Er sorgte mit seinen Aussagen immer wieder für Missmut und Ärger. So sagte er, dass er keinerlei Reformbedarf in der katholischen Kirche sehen. Viele werden erleichtert sein, wenn er 2014 mit 80 Jahren von seinen Ämtern zurück tritt.

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