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Filmmusik-Legende Ennio Morricone feiert 80. Geburtstag

Ennio Morricone, dessen Musik-Kompositionen in über 500 Filmen gespielt werden, feiert heute seinen 80. Geburtstag. Berühmt wurde der bekennende AS Rom Fußballfan durch seine Musik in "Zwei Glorreiche Halunken" und "Spiel mir das Lied vom Tod".

Am liebsten dirigiert Morricone große Symphonieorchester. Berühmt wurde er hingegen mit der bedrohlich traurigen Mundharmonika-Melodie in Sergio Leones Klassiker "Spiel mir das Lied vom Tod". Mit seiner unorthodoxen Instrumentation und seinem orchestralen Genie revolutionierte er das Western-Filmgenre nachhaltig und machte aus den Filmen erst was sie sind, monumentale Meisterwerke. Die Art, wie er Bild und Musik so miteinander verschmelzen lässt, dass man am Ende nicht weiß, was zuerst da war, macht aus dem heute 80-jährigen Morricone einen der letzten Meister seiner Zunft.

Morricone mit seinem Welthit in "Spiel mir das Lied vom Tod"

Besonders für Sergio Leone, mit dem er bereits in der Grundschule befreundet war, schrieb Ennio Morricone seine größten Klassiker. Der Westernregisseur soll aus Verehrung für seinen Freund einst sogar eine Reiterszene so nachbearbeitet haben, dass sie rhythmisch zu dessen Soundtrack passte. Mit ihrem sozusagen gemeinsamen Film "Spiel mir das Lied vom Tod" gelangte auch Morricone zu Weltruhm. Sogar beim Notruf der Stadtpolzei Rom wird die Melodie als Warteschleife benutzt.

Doch der studierte Musiker hat für beinahe jedes Genre, vom KZ-Film bis zur Papstbiografie Filmmusik geschrieben. Darunter "Der Profi", "Für eine Handvoll Dollar", "Es war einmal in Amerika", "Frantic", "Orca der Killerwal" und "In the Line of Fire", um nur einige zu nennen. Noch immer wohnt Ennio Morricone unermüdlich komponierend mit seiner Frau, mit der er seit 1956 verheiratet ist und vier Kinder hat, im römischen Stadtteil Trastevere.

Obwohl er bereits fünfmal nominiert war, erhielt Ennio Morricone erst im letzten Jahr einen Oscar für sein Lebenswerk. Zu spät, findet er. Doch von Hollywood hielt er eh nie wirklich viel. Der abgeschieden und unauffällig lebende Morricone sieht sich auch zu seinem 80. Geburtstag am liebsten als künstlerischer Intellektueller fernab von Showbusiness, Medien und Glamour.

Quellen: sueddeutsche.de, tagesschau.de
Bild: enniomorricone.com

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