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Filmstudenten lassen jungen Adolf Hitler mit Mercedes überfahren

Mit einem kurzen Spot sorgen derzeit Filmstudenten aus Baden-Württemberg für jede Menge Wirbel. Sie produzierten einen etwa anderthalb Minuten langen Clip, in dem ein Mercedes einen kleinen Jungen überfährt. Dabei soll es sich um Adolf Hitler handeln.

Die Filmemacher nutzen dabei den Werbespruch von Daimler: Erkennt Gefahren, bevor sie entstehen. Das Fahrerassistenzsystem der Limousine sorgt etwa dafür, dass der Wagen stoppt, wenn spielende Kinder auf der Straße sind. So ist es in dem Clip auch zu sehen. Doch bei einem Jungen macht das Gefährt nicht Halt, sondern überfährt ihn kurzerhand. Eine Mutter schreit darauf entsetzt: "Adolf!". Das tote Kind formt dabei mit seinem Körper ein Hakenkreuz.

Der Werbespot sorgt für unterschiedliche Meinungen. Die einen finden ihn schlichtweg genial, andere wiederum fragen sich, ob man mit Adolf Hitler oder mit einem getöteten Kind Werbung machen darf. Der Autobauer Daimler nimmt Abstand von dem Spot und ließ veranlassen, dass eine Einblendung deutlich macht, dass es sich dabei nicht um einen offiziellen Werbefilm handelt.

Regisseur Tobias Haase kann diese Entscheidung sogar verstehen. Der Clip, der auf vimeo zu sehen ist, sorgt trotzdem für viel Gesprächsstoff und ist für den deutschen Nachwuchspreis First Step nominiert. Haase ist derweil der Meinung, dass sich die deutsche Automobilindustrie in ihren Werbeclips mehr trauen sollte. Das Video der Filmstudenten zeigt schon mal, wie sowas geht.

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