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Fischsterben im Golf von Mexiko

An der Küste von Louisiana wurden im Bayou Chaland Gewässer beim Golf von Mexiko Millionen toter Fische entdeckt. Erschreckende Bilder zeigen ein Meer aus verendeten Meeresbewohnern an der Wasseroberfläche in der Nähe des Missisippi. Natürlich deuteten alle Finger zunächst auf den BP-Konzern und die Ölkatastrophe aus dem April, doch wie es scheint, hat dieses Fischsterben tatsächlich nichts mit den Geschehnissen zu tun.

Die Küstenschutzabteilung des Landkreises Plaquemines Parish hatte die Fotos vor etwa einer Woche geschossen und nun veröffentlicht. Auf den Bildern ist ein siberner Teppich zu erkennen, der von grüner Fläche umgeben ist. Erst bei genauerem Hinsehen wird klar, dass es sich um tote Tiere handelt. Laut offiziellen Meldungen aus Plaquemines Parish handelt es sich neben verschiedenen Aalen und Barschen auch um tote Krabben und Krebse, 'BBC News' berichtet, dass sogar ein Baby-Wal in den Gewässern gefunden wurde.

Erschreckende Aufnahmen vom Bayou Chaland

Die Vermutung, dass der Vorfall etwas mit der Ölkatastrophe zu tun habe, lag nahe. Im April explodierte die Bohrinsel 'Deepwater Horizon', kostete elf Menschen das Leben und entließ knapp 800 Millionen Liter Öl in den Golf von Mexiko. Das Bayou Chaland ist zu mehr als zwei Dritteln vom Golf umgeben, außerdem zeigen die Bilder des Flusses, dass sich teilweise Ölspuren durch die toten Tiere zogen. Biologen haben sich des Falles angenommen und können bislang noch keine handfeste Aussage treffen. Viele der Naturwissenschaftler sind sich aber jetzt schon sicher: Das Fischsterben hat natürliche Ursachen.

Wie die britische 'Daily Mail' berichtet, machen Experten der Abteilung Wildtiere in Louisianna das Klima verantwortlich. Sprecherin Olivia Watkins gab heute bekannt, dass die Ölkatastrophe nichts mit dem plötzlichen Sterben der Fische zu tun habe. Die zu hohe Temperatur des Gewässers sorge dafür, dass gleichzeitig der Stoffwechsel der Fische angeregt werde und weniger Sauerstoff im Wasser enthalten sei. Ende August und Anfang September sei das ein häufiges Phänomen, dazu sei der Wasserstand zu niedrig. Mit Einsetzen der Ebbe sank er bis auf 60 Zentimeter, schnitt das Bayou Chaland praktisch vom Golf ab und machte es zu einem geschlossenen Gewässer.

Ein natürliches Phänomen also. Dennoch dürfte der Vorfall dem BP- Konzern nicht gerade gut tun, denn durch die Bilder wurden nun Erinnerungen an die Ölkatastrophe ins Gedächtnis gerufen. Nach dem Fischsterben im Golf von Mexiko müssen die Kadaver nun entsorgt werden, als Nahrungsmittel sind die Tiere nicht mehr geeignet.

Bild: YouTube

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