Flammeninferno: Bereits über 130 Tote bei Buschbränden in Australien

Die gewaltigen Buschbrände in Australiens Bundesstaat Victoria nehmen immer größere Ausmaße an. Bei dem Flammeninferno in Down Under sind bereits mindestens 131 Menschen den Bränden zum Opfer gefallen – und die Zahlen steigen weiter. Experten rechnen momentan sogar mit bis zu 230 toten Menschen.

Wie das Nachrichtenportal N-tv.de berichtet, wurden bereits mehr als 750 Häuser zerstört, insgesamt liegen noch 78 Menschen mit teilweise schwersten Verbrennungen in den Krankenhäusern. Die Brände sind in diesem Jahr besonders verheerend – eine Kombination aus extremer Hitze mit mehr als 40 Grad Celsius, Dürre und sehr trockenem Buschwerk schufen besonders günstige Bedingungen für das Inferno.

Zu allem Übel müssen die australischen Behörden noch davon ausgehen, das zahlreiche Brände bewusst gelegt wurden. Premierminister Kevin Rudd sprach in diesem Zusammenhang gar von Massenmord: "Dafür gibt es kein anderes Wort als Massenmord". Den obdachlos gewordenen Menschen aber versprach der Ministerpräsident umgehende Hilfe. So bekommen die Opfer jeweils eine Soforthilfe von 1000 australischen Dollar, die für Lebensmittel und Kleidung genutzt werden sollen.

Indes sind die Gefahren des Flammen-Infernos noch nicht gebannt. Sich immer drehende Windrichtungen machen eine Bekämpfung schwer – bislang ist bereits eine Fläche von 3300 Quadratkilometern abgebrannt. Riesige Rauchschwaden verdunkeln den Himmel. Meteorologen sprechen von dem Phänomen der "Pyrokumulus-Wolken". Zudem treibt der Rauch in die großen Städte Melbourne und Sydney. Hier wurden nun zum wiederholten Male Temperaturen von 46 Grad gemessen. Die Brände in Australien sind noch lange nicht unter Kontrolle.

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